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  • Nach Corona-Panne in Bayern: Auch in Trier gibt es Probleme mit neuen Testzentren

Nicht nur Bayern – auch Trier hat Probleme mit Corona-Tests

  • Bayern gilt seit dem Fehler mit 900 uninformierten Infizierten als Land der großen Corona-Panne.
  • Aber auch andernorts in der Bundesrepublik gibt es Probleme mit den neuen Testzentren.
  • Der Chef des Gesundheitsamtes Trier klagt über Arbeitsüberlastung und ungenügende technische Ausstattung.
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Der Fall Bayern hat hinreichend für Unmut gesorgt. 900 Reiserückkehrer waren positiv auf das Corona-Virus getestet worden, hatten aber zunächst das Testergebnis nicht übermittelt bekommen. Und sie waren damit als vermeintlich Gesunde unbekümmerte Virusverbreiter. Jetzt werden auch aus anderen Teilen Deutschlands Probleme mit den neuen Testzentren genannt, wie “ZDF heute” berichtete.

Alles kein Aufwand – so lautete zunächst die Beschwichtigung

So äußerte Harald Michels, Leiter des Gesundheitsamtes im Landkreis Trier-Saarburg, Kritik an der Informationspolitik des Landes. Man habe “erst ganz kurz, bevor das Testzentrum eingerichtet wurde, erfahren, dass wir als Gesundheitsamt da mitwirken müssen”. Außerdem sei man beschwichtigt worden, dass die dadurch zusätzlich anfallenden Arbeiten kein hoher Aufwand seien. “Einen Tag später haben wir dann erfahren, dass bei uns alle Laborbefunde von allen, die da untersucht würden, eingehen und wir die sichten müssen”, sagte Michels dem ZDF.

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Und das seien allein in der ersten Woche 3800 zusätzliche Untersuchungen gewesen.

Hinzu sei die Informationsübermittlung an Infizierte als Aufgabe gekommen, plus die von deren Kontaktpersonen plus Informationsweitergabe an die zuständigen Gesundheitsämter. Und das bei mangelndem Equipment. Eine technische Ausstattung für die automatisierte Auswertung der Tests: Fehlanzeige. Das elektronische Meldesystem Demis des Robert-Koch-Instituts durchläuft derzeit noch eine Testphase.

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In Wirklichkeit eine zeitfressende Mehrbelastung

Und so kommen die Befunde per Fax im Gesundheitsamt an, haben alle dieselbe Dateikennung, müssen einzeln geöffnet und dann unter dem Namen des jeweiligen Patienten abgespeichert werden, um Fehlzuweisungen zu vermeiden. Viele der Erhebungsbögen hätten falsche Telefonnummern. Dann beginne, so Michels gegenüber dem ZDF, die Recherche. Wo Menschen arbeiten, passieren Fehler. Wo zu wenige Menschen zu viel arbeiten, wächst das Risiko von Pannen.

Bislang hatten die Trierer nur vier positive Reiserückkehrer. Diese zu informieren sei kein Problem gewesen. Was sich bemerkbar mache, sei die Erschöpfung der Mitarbeiter des Gesundheitsamtes. Man sei an der Grenze des Möglichen, und das liege in der Kurzfristigkeit, mit der die Politik die Testzentren an den Außengrenzen beschlossen habe. Michels im ZDF: “Wenn Sie eine Teststation in Betrieb nehmen und das nicht mit einer Vorlaufzeit von ein bis zwei Wochen planen – so schnell kann eine Verwaltung gar nicht aufrüsten.”

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Und deswegen sei man in Verzug, müsse einen Rückstand aufarbeiten. Zumindest die Leute, von denen eine Infektionsgefahr ausgehe, bekomme man aber ganz schnell in Isolation.

Dem Südwestrundfunk (SWR) gegenüber wies das Gesundheitsministerium des Bundeslandes Rheinland-Pfalz Vorwürfe zurück, man habe sich mit den Gesundheitsämtern nicht richtig abgestimmt.

RND/big

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