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Nach Brand-Katastrophe: Zoo Krefeld beschließt weitere Affenhaltung

  • Drei Wochen nach der verheerenden Brandkatastrophe im Krefelder Zoo, hat der Tierpark eine erneute Affenhaltung beschlossen.
  • “Wir machen weiter und werden die große Tradition der Menschenaffen im Zoo weiterführen”, teilte der Zoo mit.
  • Mehr als 30 Tiere waren an Silvester ums Leben gekommen.
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Krefeld. Gut drei Wochen nach der Zerstörung des Affenhauses im Krefelder Zoo hat der Aufsichtsrat einstimmig die Fortsetzung der Affenhaltung beschlossen. "Wir werden alles dafür tun, dass unsere Bürgerinnen und Bürger eine Perspektive in Form einer modernen Haltung von hochbedrohten Affen in naher Zukunft haben werden", erklärte der Aufsichtsratsvorsitzende Wilfried Bovenkerk kurz vor einer Trauer- und Solidaritätsveranstaltung an diesem Freitag auf der Homepage des Zoos.

Oberbürgermeister Frank Meyer (SPD) betonte: "Wir machen weiter und werden die große Tradition der Menschenaffen im Krefelder Zoo weiterführen, und zwar schöner, moderner und artgerechter als jemals zuvor." Die Errichtung eines neuen "Artenschutzzentrums Affenpark" werde allerdings Jahres dauern, da der Zoo von Grund auf neu planen müsse, hieß es. Bei Tierschützern stößt die Haltung von Affen in Zoos auf Kritik.

Mehr als 30 Tiere getötet

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Zoodirektor Wolfgang Dreßen wertete die nach dem Brand eingegangenen Spenden als Beleg, "dass sich die Menschen auch zukünftig eine Haltung von Affen in unserer Obhut wünschen, die ihren komplexen Fähigkeiten entspricht und die zugleich mit dem Schutz dieser Arten in ihren Ursprungsgebieten verknüpft wird".

Bislang gingen fast 20.000 Spenden ein. Die Summe sollte am Freitagnachmittag bei einer Veranstaltung unter dem Titel "Unser Zoo - unsere Verantwortung" bekanntgegeben werden, zu der mehrere hundert Teilnehmer erwartet wurden.

Die Spenden belaufen sich mittlerweile auf eine Höhe von 1,4 Millionen Euro. Darunter seien auch viele kleine Zuwendungen, sagte Friedrich Berlemann, Vorsitzender der Zoofreunde, bei einer Solidaritätskundgebung vor dem Rathaus der Stadt. Der Betrag werde die erste Basis für die Finanzierung eines neuen Affenhauses sein.

Bei dem Feuer waren in der Silvesternacht mehr als 30 Tiere des 1975 eröffneten Affenhauses verendet, darunter acht Menschenaffen. Es entstand ein Sachschaden in zweistelliger Millionenhöhe. Verursacht wurde der Brand nach Erkenntnissen von Polizei und Staatsanwaltschaft durch drei Krefelderinnen, die fünf sogenannte Himmelslaternen in die Luft steigen ließen. Eine dieser fliegenden Leuchtfackeln hatte den Brand des Affenhauses dann im Bereich des Daches ausgelöst.

RND/epd

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