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Nach Angriff auf Privatauto: Polizist bricht Seminar an Universität in Hannover ab

  • In Hannover hat das Seminar eines Polizisten an der Leibniz-Universität für rege Diskussionen gesorgt.
  • Nun wurden sogar die Autoreifen des Gastdozenten zerstochen.
  • Der Beamte machte daraufhin kurzen Prozess – und beendete seinen Kurs an der Uni.
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Hannover. Der Polizist Frank-Holger Acker hat seine Rolle als Gastdozent an der Leibniz-Universität Hannover abgebrochen, nachdem er Metallstifte in den Reifen seines Privatwagens entdeckt hatte. Wie die „Hannoversche Allgemeine Zeitung“ (HAZ) berichtete, waren dem Polizisten die zerstörten Reifen bereits am vergangenen Wochenende aufgefallen. Daraufhin habe er der Leibniz-Universität unverzüglich seine Kündigung mitgeteilt. Der Beamte hatte dort seit Beginn des Sommersemesters im April ein Seminar zur kriminologisch-soziologischen Einführung über Polizei und Kriminalität gegeben.

Studierende kritisierten Seminar des Polizisten

Mehrere Studierende, darunter der Allgemeine Studierendenausschuss (Asta) sowie der Fachrat Soziologie, hatten das Engagement des Polizisten von Anfang an abgelehnt, so die „HAZ“. Sie hatten dem Beamten vorgeworfen, nicht die nötige Distanz zur Polizei einnehmen zu können. Acker vermute daher, dass seine Autoreifen „mutwillig zerstochen“ wurden und die Aktion „im Zusammenhang mit der öffentlichen Diskussion um sein Seminar steht“.

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Die Sprecherin der Universität, Mechthild von Münchhausen, distanzierte sich von dem Vorfall gegenüber der „HAZ“ und bedauerte die Entscheidung des Gastdozenten, die Zusammenarbeit zu beenden. „Sollte eine Kausalität zwischen dem Lehrauftrag und der Sachbeschädigung bestehen, verurteilen wir dies in aller Deutlichkeit“, so von Münchhausen. „Gewalt ist kein Mittel des demokratischen Diskurses und ist in keiner Form tolerabel.“

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Laut Informationen der „HAZ“ habe der Staatsschutz mittlerweile die Ermittlungen im Fall der zerstochenen Reifen übernommen. Es werde überprüft, ob die Metallstifte auch unverschuldet in die Reifen gelangen konnten. Bisher gebe es auch noch keine Hinweise zu möglichen Tätern.

RND/al

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