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Nach 40 Jahren: Priester gibt Zölibat auf und zieht mit Frau zusammen

Es ist ein ungewöhnlicher Fall: Im Emsland in Niedersachsen geht ein katholischer Geistlicher in den Ruhestand – und zieht kurz darauf mit einer Frau zusammen. Mit dem Segen des Bischofs.

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Meppen. Nach seiner Verabschiedung in den Ruhestand hat ein katholischer Propst aus dem Emsland das Zölibat aufgegeben, weil er mit einer Frau zusammenziehen will. Der Osnabrücker Bischof Franz-Josef Bode sei der Bitte des 68-Jährigen nachgekommen, ihn auch aus dem Priesterdienst zu entpflichten, sagte Bistumssprecher Hermann Haarmann am Sonntag.

„Einen ähnlichen Fall hatten wir zuletzt vor etwa zehn Jahren“, sagte der Bistumssprecher. Der 68-Jährige war 40 Jahre lang Priester gewesen, unter anderem in Meppen und Herzlake. Im Bistum Osnabrück gibt es nach Angaben des Sprechers derzeit rund 200 Priester.

Bischof lässt Brief im Gottesdienst verlesen

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Wie die "Neue Osnabrücker Zeitung" berichtet, ließ Bischof Bode am Sonnabend in einem Gottesdienst in Meppen einen Brief verlesen, in dem er den Kirchgängern den Fall schilderte. Das Bistum bestätigte, dass die Beziehung zwischen dem Geistlichen und der Frau bereits seit Längerem bestand.

Seine Altersbezüge soll der Mann dem Bistum zufolge behalten –sofern ihn der Vatikan nicht aus dem Klerusstand enthebt. Für diesen Fall schichte das Bistum die Gelder allerdings in die Rentenkasse um, damit ehemalige Geistliche weiter ein Auskommen haben.

Von RND/dpa