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Erdrutsch in Myanmar: Rund 100 Menschen in Jade-Mine vermisst

Der Jade-Abbau in Myanmar ist ein Milliardengeschäft – durch die niedrigen Sicherheitsvorkehrungen kommt es immer wieder zu Erdrutschen. (Symboldbild)

Yangon. Nach einem Erdrutsch in einem Jade-Bergwerk im Norden Myanmars werden nach Angaben von Einsatzkräften und Augenzeugen vermutlich bis zu 100 Menschen vermisst. Nach Angaben des Nachrichtenportals „Mizzima“ wurden bis zum Mittwochnachmittag (Ortszeit) vier Leichen geborgen. Jedoch seien drei der Menschen bereits vor einigen Tagen in einer Jade-Mine in Hpakant verunglückt und erst jetzt gefunden worden, sagte einer der Einsatzkräfte der Deutschen Presse-Agentur. „Wir suchen seit Stunden nach den Vermissten des heutigen Unfalls, aber bisher haben wir erst eine Leiche im Schlamm entdeckt.“

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Augenzeugen berichten von 100 Verschütteten

Die Minenarbeiter hatten demnach Steine in der jadereichen Gegend von Hpakant im Bundesstaat Kachin gesammelt, als sie von einer Schlammlawine begraben wurden. Bergbauabfälle seien zuvor in einen See gestürzt und hätten den Erdrutsch ausgelöst, sagte Dashi Naw Lawn von der Kachin Network Development Foundation, die bei den Rettungsarbeiten half. Die Bergleute seien daraufhin in den See mitgerissen worden. „Fast 100 von ihnen werden möglicherweise vermisst, so haben es Augenzeugen gesagt, die gerade noch vor dem Erdrutsch fliehen konnten“, erzählte er der Deutschen Presse-Agentur am Telefon. „Wir können eine genaue Zahl von Todesfällen aber noch nicht bestätigen.“

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Das verarmte Krisenland Myanmar ist einer der weltgrößten Lieferanten der grünen Schmucksteine, die besonders in China beliebt sind. Aus der Region des Unglücksorts im Norden des Landes kommen die meisten davon. Die Branche ist kaum reguliert. Tödliche Unfälle kommen immer wieder vor, denn die Arbeiter schuften unter teils lebensgefährlichen Bedingungen. 2015 starben bei einem ähnlichen Unglück 116 Menschen, im vergangenen Jahr kamen infolge einer Schlammlawine mehr als 170 Bergarbeiter ums Leben.

RND/dpa

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