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Schweres Unwetter auf Rügen: Bilder zeigen Ausmaß der Millionenschäden

  • Ein Unwetter in Mecklenburg-Vorpommern hat vor allem die Insel Rügen heftig erwischt.
  • Die Feuerwehr spricht von rund 250 Einsätzen.
  • Der Schaden vor allem an Straßen geht in die Millionen.
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Rügen. Nach einem schweren Unwetter mit starken Regenfällen auf Rügen werden die Schäden an Straßen und Hängen sichtbar. Zahlreiche Wanderwege, Straßen und Parkplätze sind im Amtsbereich Mönchgut-Granitz gesperrt. Allein an den öffentlichen Straßen in dem Bereich sei ein Schaden von bis zu 5 Millionen Euro entstanden, sagte Amtsleiter Arne Fründt laut „Ostsee-Zeitung“ (OZ).

In der Nacht zu Samstag wurden teilweise mehr als 100 Liter pro Quadratmeter gemessen – etwa im Nationalpark Jasmund und Julisruh. Das entspreche der doppelten monatlichen Durchschnittsmenge, berichtet die „OZ“. In mehreren Orten habe es teilweise bis zu einen halben Meter Hochwasser gegeben. Die Feuerwehr hatte mehr als 250 wetterbedingte Einsätze im Landkreis Vorpommern-Rügen. Die Einsatzkräfte befreiten vor allem Keller und Tiefgaragen von Wasser.

Steilküste nicht nähern

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Zudem ist die Bundesstraße 96 wegen einer Unterspülung bei Samtens in Richtung Insel gesperrt. Starkregen hatte große Teile des Hangs unmittelbar am höhergelegenen Abzweig Gingst der B96 weggespült. Zwischenzeitlich bestand die Befürchtung, die Fahrbahn könnte abrutschen. In Richtung Stralsund war die Straße befahrbar, in der Gegenrichtung zunächst gesperrt.

Hans-Jürgen Höcker vom Straßenbauamt Stralsund begutachtet den Schaden. © Quelle: Anne Ziebarth

„Es ist eine Großschadenslage. Aber wir haben die gut im Griff“, sagte der stellvertretende Leiter des Straßenbauamts, Hans-Jürgen Höcker, nach einem ersten Rundgang der „Ostsee-Zeitung“. Die Tragfähigkeit der Bundesstraße scheine nicht gefährdet. Spätestens am Dienstag solle die Fahrbahn wieder in beide Richtungen freigegeben werden.

Amtsleiter Fründt warnte davor, sich den Steilküsten zu nähern. An unterschiedlichen Stellen seien Risse festgestellt worden. „Nach dem Regen folgte sofort Sonnenschein. Das kann einen Abbruch begünstigen“, sagte er. Das Küstengebiet werde mit einer Drohne abgeflogen, um die Schäden detaillierter zu begutachten.

RND/seb/dpa

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