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Mutter täuscht Entführung vor – nachdem sie ihren Sohn (9) im Teich ertränkt hat

  • In Florida hat sich ein grausames Verbrechen ereignet.
  • Eine Mutter soll ihren neunjährigen Sohn in einen Teich gestoßen haben, das autistische Kind ertrank.
  • Danach dachte sie sich eine Entführungsgeschichte aus, doch die Polizei wurde misstrauisch.
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Miami. Sie fuhr mit ihrem neunjährigen Sohn Alejandro zu einem Teich auf einem Golfplatz, stieß ihn ins Wasser und ließ das autistische Kind ertrinken. Danach fuhr die Frau zur Polizei und gab an, ihr Sohn sei von zwei Männern mit einem Wagen entführt worden. Der Fahrer habe unter Waffeneinsatz Drogen verlangt, als sie ihm keine geben konnte, habe er ihr Mobiltelefon und ihr Kind mitgenommen, schilderte Patricia Ripley am vergangenen Donnerstag.

Ihr kleiner Sohn war zu diesem Zeitpunkt schon längst tot – am Freitagmorgen (Ortszeit) wurde die Leiche gefunden. Im Laufe des Verhörs verstrickte sich die Mutter immer wieder in Widersprüche, die Beamten wurden zudem misstrauisch, nachdem Videoaufnahmen zeigten, dass die Frau 20 Minuten seelenruhig in ihrem Auto vor ihrem Zuhause saß, ehe sie die angebliche Entführung meldete. Das berichtet das Magazin “Tampa Bay Times”.

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Beim ersten Versuch fanden Nachbarn das Kind in einem Kanal

Schließlich gestand die Frau die furchtbare Tat. Den Beamten zufolge sagte sie, ihr Kind sei nun an einem besseren Ort. Heraus kam schließlich auch, dass der Junge erst beim zweiten Mordversuch starb. Eine Stunde vor der eigentlichen Tat hatte die 47-Jährige ihr Kind in einen Kanal gestoßen. Nachdem Menschen auf das Kind aufmerksam wurden, schrie sie scheinheilig nach Hilfe. Eine Überwachungskamera zeichnete den Vorfall auf.

Bei der Obduktion der Leiche wurde nicht nur festgestellt, dass Alejandro ertrunken ist – die Mediziner fanden auch Spuren eines Schädeltraumas. Die Polizei nahm die Frau fest, seither sitzt sie in Untersuchungshaft. Ihr droht eine lange Haftstrafe. Sie wird laut CBS in mehreren Punkten des Mordes angeklagt.

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Vater glaubt an Unschuld seiner Ehefrau

Bisher hat sie sich nicht zu einem Motiv geäußert, laut US-Medien war sie mit der Pflege ihres Kindes überfordert. So trug Alejandro, der auch nicht richtig sprechen konnte, Windeln, als seine Leiche geborgen wurde, berichtet die “Tampa Bay Times”. Laut der Plattform gehen Experten davon aus, dass die Frau mit dem Homeschooling des Kindes in Corona-Zeiten überfordert war. Laut “Miami Herald” haben Gruppen, die Familien mit Kindern mit speziellen Bedürfnissen helfen, eine Hotline für überforderte Eltern eingerichtet.

Der Vater von Alejandro meldete sich in einem kurzen Statement zu Wort. “Wir alle lieben Alejandro”, sagte er. Er glaube nicht, was seiner Frau vorgeworfen werde, sagte er in einer Gerichtsanhörung unter Tränen. Der Anwalt der Familie gab an, sie sei “eine exzellente Mutter und exzellente Person”.

RND/msk

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