Mutmaßliches nordkoreanisches Boot mit Leichen in Japan gefunden

  • Vor Japan wurde ein Geisterboot, vermutlich aus Nordkorea, angespült.
  • Darin befanden sich mindestens fünf Leichen, zwei Köpfe und zwei Körper wurden getrennt voneinander gefunden.
  • Immer wieder wird nordkoreanischen Fischern zum Verhängnis, dass sie zu weit aufs Meer hinaus fahren.
Anzeige
Anzeige

Ein mutmaßlich aus Nordkorea stammendes Boot mit fünf Leichen ist auf einer japanischen Insel gefunden worden. Das teilte die japanische Küstenwache am Sonntag mit. Drei verwesende Leichen mit Köpfen, zwei Körper ohne Köpfe und zwei Köpfe ohne Körper wurden auf dem Boot auf der Insel Sado entdeckt. Auf der Außenseite des Bootes finden sich koreanische Schriftzeichen und Zahlen.

Offiziell würden sieben Leichen verzeichnet, da nicht klar sei, ob die kopflosen Körper und die körperlosen Köpfe von den gleichen Personen stammten, sagte ein Mitarbeiter der Küstenwache. Die fünf Leichen, deren Geschlecht identifiziert worden sei, seien männlich. Der Fundort liegt in einer Region, in der öfters solche Schiffe gefunden werden. Zuletzt wurde im November eines angespült. Die Zeitung "Yomiuri Shimbun" schreibt von 156 Fischerbooten, die alleine in diesem Jahr angespült wurden.

Zu weit aufs Meer aus Hoffnung auf den besseren Fang

Weiterlesen nach der Anzeige
Anzeige

Wie "Spiegel Online" berichtet, gibt es im Japanischen Meer immer wieder Streit um Fischereirechte. Demnach dränge die nordkoreanische Regierung seine Fischer dazu, immer weiter auf das Meer hinauszufahren - in der Hoffnung, dort einen besseren Fang zu machen. Japan hingegen patrouilliert in der Gegend, weil es wiederholt zu Wilderei durch nordkoreanische Schiffe kam.

RND/AP/msk