Mutmaßlicher Kindesmissbrauch: Ex-Fußballtrainer gesteht Taten

  • Ein ehemaliger Fußballtrainer ist wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern angeklagt.
  • Der 21-Jährige soll durch seine Funktion das Vertrauen der Schützlinge ausgenutzt haben.
  • Der Angeklagte hat die Taten „vollumfänglich gestanden“.
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Schweinfurt. Sexueller Missbrauch von Kindern lautet seit Freitag der Anklagevorwurf gegen einen ehemaligen Fußballtrainer vor dem Landgericht Schweinfurt. Der 21-Jährige soll durch seine Funktion das Vertrauen der Schützlinge erworben und intime Aufnahmen erhalten haben, sagte der Staatsanwalt zu Beginn des Prozesses. Mit drei der neun Betroffenen im Alter zwischen 11 und 13 Jahren sei es zu Körperkontakt gekommen.

Die Öffentlichkeit war nach Verlesung der Anklageschrift von der Verhandlung ausgeschlossen worden. Der Angeklagte habe die Taten „vollumfänglich gestanden“, berichtete Anwalt Jürgen Scholl, der die Eltern der Opfer in der Nebenklage vertritt. Den Kindern bleibt damit wahrscheinlich eine Aussage im Zeugenstand erspart. Laut Scholl soll ein Sachverständiger den Angeklagten als schuldfähig eingestuft haben.

Junge hat sich seinen Eltern anvertraut

Die Taten im Zeitraum von Oktober 2017 bis zur Festnahme im Februar 2020 kamen ans Licht, nachdem sich ein Junge seinen Eltern anvertraut hatte. Diese erstatteten Strafanzeige. Der Deutsche sitzt seither in Untersuchungshaft. Zuvor hatte der ehemalige Trainer aus dem Landkreis Bad Kissingen Ausbildungen zum Erzieher und Kinderpfleger absolviert.

Wegen des hohen Platzbedarfs wurde in der Schweinfurter Stadthalle verhandelt.

RND/dpa

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