• Startseite
  • Panorama
  • Museumsüberfall als Spiel: Dresdner Laden reagiert auf Juwelendiebstahl

Museumsüberfall als Spiel: Dresdner Laden reagiert auf Juwelendiebstahl

  • Der Juwelendiebstahl aus dem Grünen Gewölbe in Dresden sorgte für viel Aufsehen.
  • Der Fall ist noch immer nicht gelöst.
  • Nun hat ein Dresdner Spielwarenladen darauf reagiert und das Playmobil-Spiel “Museumsüberfall” wieder hervorgeholt.
Anzeige
Anzeige

Dresden. Ein Dresdner Spielwarenladen hat das passende Angebot zum spektakulären Diebstahl aus dem Historischen Grünen Gewölbe. Inhaber und Geschäftsführer Daniel Dorner holte das Playmobil-Spiel "Museumsüberfall" vom Vorjahr aus dem Lager - mit Alarmfunktion. "Guter Humor tut in diesen Zeiten Not", sagte der 45-Jährige. Die Idee sei ihm schon an dem Abend gekommen, als er vom Juwelendiebstahl aus der Schatzkammer im Residenzschloss gehört hatte. "Das konnten wir erst gar nicht glauben."

Die Kunden reagieren meist belustigt. "Menschen mit Humor kaufen es, andere schütteln den Kopf", berichtete Dorner. Um den Karton, auf dem sich zwei vermummte Einbrecher aus den typischen Figuren der Spielzeug-Marke an einer Vitrine zu schaffen machen und von einem Museumswärter gestört werden, hat er ganz viel Polizei-Spielzeug arrangiert.

"Es soll keine Glorifizierung sein"

Weiterlesen nach der Anzeige
Anzeige

Der "Museumsüberfall" wurde für die Serie City Action entwickelt, die spielerisch mit dem Polizeialltag bekannt macht, sagte ein Playmobil-Sprecher. Ein reales Vorbild gebe es nicht. "Es soll keine Glorifizierung sein und auch keinen Nachahmeeffekt auslösen."

Dorner aber nutzt die aktuelle Aufmerksamkeit für das Thema, auch wenn ihn der Überfall auf das nur einen Katzensprung entfernte Museum schockiert hat. "Da bin ich Händler", sagte er. Die Nachfrage gibt im Recht, die Hälfte seiner Bestände ist verkauft. Und für das Weihnachtsgeschäft hat er nachgeordert.

Zwei Unbekannte hatten am Morgen des 25. November ein Gitter vor einem Fenster des Historischen Grünen Gewölbes durchtrennt, das Fenster samt Rahmen entfernt und waren in die barocke Schatzkammer eingedrungen. Dort hatten sie mit einer Axt eine Vitrine eingeschlagen, Schmuckstücke mit Diamanten und Brillanten von unschätzbarem Wert herausgeholt und waren geflüchtet.

RND/dpa