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  • München: Oktoberfest - Hotels nein, Tische ja? Chancen stehen fifty-fifty

Chance für Oktoberfest „fifty-fifty“: Stammgäste sichern sich bereits Tische

  • Muss das Oktoberfest dieses Jahr zum zweiten Mal wegen Corona abgesagt werden?
  • Die Entscheidung steht noch aus – Plätze in den Bierzelten sind dennoch sehr begehrt.
  • Nur bei Hotelreservierungen gibt es Zurückhaltung.
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München. Niemand weiß, ob das Oktoberfest dieses Jahr stattfinden kann, doch bei den Festzelten stapeln sich bereits die Reservierungsanfragen. „Die Resonanz ist sehr positiv“, sagt der Sprecher der Wiesnwirte, Peter Inselkammer. „Die Leute wollen kommen.“ Bei den Hotelbuchungen gibt es dagegen merkliche Zurückhaltung. Wie von Hotelketten und Reiseportalen zu hören ist, gehen dort weniger Reservierungen, Buchungen und Suchanfragen nach Übernachtungsmöglichkeiten zur Wiesnzeit ein.

Stammgäste sichern sich Plätze

In normalen Jahren kommen in den beiden Festwochen sechs Millionen Besucher zum größten Volksfest der Welt. Sie trinken, singen und feiern in den Zelten auf engstem Raum. Ohne wirksamen Impfschutz böte das Fest alle Voraussetzungen für ein internationales Superspreader-Event. In diesem Jahr ist das Oktoberfest vom 18. September bis 3. Oktober geplant.

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Trotzdem haben laut Inselkammer sich die allermeisten Stammgäste schon jetzt ihre Plätze gesichert. Zu 95 Prozent hätten alle ihre angestammten Wiesntische so bestellt wie 2019. „Nur nur ganz wenige haben abgesagt.“ Die meisten Reservierungen kämen von Gästen aus München und der Region; es gebe aber auch Anfragen aus dem Ausland. Er selbst schätze die Chance für eine Wiesn „fifty-fifty“, sagt Inselkammer. „Ich bin zuversichtlich. Aber es hängt natürlich vor allem von den Impfungen ab.“

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Oberbürgermeister ist skeptisch

Den Wirten zufolge ist Anfang Juni der späteste Zeitpunkt für eine Absage oder Zusage zum Oktoberfest. „Dann müssten wir die Aufbaufirmen beauftragen“, sagt Inselkammer. Die Stadt will voraussichtlich im Mai den Daumen heben oder senken.

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"O'zapft!" - Das alternative Oktoberfest
2:30 min
In München fällt in diesem Jahr coronabedingt das große Oktoberfest auf der Theresienwiese aus - allerdings wurde trotzdem die Tradition im Kleinen zelebriert.  © Reuters

Er würde keine Wetten auf ein Oktoberfest 2021 abschließen, sagte Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) zuletzt. „Man darf sehr skeptisch sein.“ Ministerpräsident Markus Söder (CSU) sieht das ähnlich: „Ich halte die Skepsis des Oberbürgermeisters für absolut berechtigt und teile sie, auch wenn es heute noch keine abschließende Bewertung geben kann.“

Wirte wollen keine „abgespeckte Version“ der Wiesn

„Eine abgespeckte Version ist keine Wiesn. Das wollen wir nicht“, sagt auch Wirtesprecher Inselkammer. „Mit Masken, begrenzten Plätzen und Abstand im Zelt: Das ist wirtschaftlich sinnlos - und das ist auch keine Wiesn, wie wir sie lieben und wollen. Das macht keinen Spaß.“

Die Wirte würde eine erneute Absage viel Geld kosten. Allein Inselkammer veranschlagt die laufenden Kosten ohne Wiesn auf 400 000 Euro. Der Wirtschaftswert des weltweit größten Volksfestes liegt bei 1,2 bis 1,3 Milliarden Euro.

RND/dpa

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