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Corona-Leugner machen aus Demo einen Gottesdienst – Särge und TV-Pfarrer auf Bühne

  • Um die maximale Teilnehmerzahl zu umgehen, machen die Veranstalter aus einer Corona-Demo in München spontan einen Gottesdienst.
  • Auf der Bühne sind Kreuze und Särge mit Blumenkränzen und Deutschland-Flaggen aufgestellt, wie Bilder und Videos in sozialen Medien zeigen.
  • Auch TV-Pfarrer Jürgen Fliege tritt auf.
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München. Die Veranstalter der Münchner Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen haben aus ihrer Kundgebung einen Gottesdienst gemacht, um die maximale Teilnehmerzahl von 1000 zu umgehen. „Hier geht es nicht um Versammlungsfreiheit, hier geht es um einen Gottesdienst“, sagte einer der Redner am Sonntag auf der Theresienwiese, bevor er die Teilnehmer aufrief, mit ihm zu beten. Bei Gottesdiensten im Freien gibt es in Bayern keine maximale Teilnehmerzahl. Laut Polizei nahmen insgesamt 1800 Personen an der Veranstaltung teil, die gegen 19 Uhr schließlich aufgelöst wurde.

Die Stadt hatte nur 1000 Teilnehmer zu der Demonstration zugelassen, zwei Gerichte hatten die Beschränkungen bestätigt. Die Veranstalter von der Initiative Querdenken 089 hatten 5000 Demonstranten angemeldet, zu Beginn der Veranstaltung hatten sich nach Polizeiangaben rund 1700 Menschen auf der Theresienwiese versammelt.

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Auf der Bühne waren Kreuze aufgestellt – und Särge mit Blumenkränzen und Deutschland-Flaggen. Auch Fernsehpfarrer Jürgen Fliege trat als Redner auf.

TV-Pfarrer Jürgen Fliege spricht bei einer Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen auf der Theresienwiese. © Quelle: Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Nach Polizeiangaben blieb zu Beginn der Protestaktion alles friedlich.

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Die Polizei teilte am Abend mit, die rechtlichen Überprüfungen hätten ergeben, „dass man dem Gedanken eines Gottesdienstes zunächst folgen kann, da Inhalte und der Charakter eines Gottesdienstes erkennbar waren“. Dies sei in den ersten Stunden größtenteils auch eingehalten worden, auch wenn „nicht nur geistliche Redebeiträge dargeboten wurden“. Als sich die Veranstaltung immer stärker zum Konzert entwickelt habe, sei der Veranstalter von der Polizei entsprechend belehrt worden, heißt es in der Mitteilung weiter. Hierbei habe er sich allerdings nicht einsichtig gezeigt, so dass die Veranstaltung gegen 18.55 Uhr von der Polizei beendet worden sei.

In sozialen Medien gibt es auch Kritik an Polizei und Stadt. Die hätten den Gottesdienst in der Form gar nicht erst zulassen dürfen, wurde kritisiert.

RND/dpa/seb

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