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Müllberge und Urinpfützen: Anwohner bleiben nach Berliner Rave auf den Überresten sitzen

  • Die Rave-Party in Berlin sorgt weiter für Kritik.
  • Rund um den Landwehrkanal stapelt sich der Müll, Urinpfützen stehen am Wegesrand.
  • “Es stinkt zum Himmel! Wer soll das aufräumen? Was wohl alles im Wasser gelandet ist? Traurig!”, klagt die Anwohnerinitiative SOS Landwehrkanal.
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Berlin. Die Demonstration auf dem Berliner Landwehrkanal am Pfingstsonntag hat schlimme Folgen. Bei der Demo, die deutschlandweit Aufsehen erregte, weil sich kaum jemand an die geltenden Corona-Regeln hielt, entstand eine große Menge Müll. Die Hinterlassenschaften der Rave-Party-Teilnehmer hat die Anwohnerorganisation SOS Landwehrkanal dokumentiert. “Es stinkt zum Himmel, im wahrsten Sinne des Wortes! Wer soll das aufräumen? Wer soll das bezahlen? Was wohl alles im Wasser gelandet ist? Traurig!”, klagt die Gruppe via Twitter.

Urinpfützen an den Wegen

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Seit zwei Jahren setzt sich SOS Landwehrkanal für das Areal ein. “Wir gießen die Bäume, kämpfen für Toiletten und gegen den Müll”, erzählt Hendrikje Ehlers (57), die der Gruppe angehört, dem “Berliner Kurier”. Das Ufer des Landwehrkanals ist ein beliebter Party-Hotspot. Die Organisation sorgt sich um das Gebiet. Immer wieder stapelt sich der Müll. “Die Entsorger kommen gar nicht in dem Tempo hinterher”, betont Ehlers gegenüber der Zeitung.

Da Toiletten entlang des Landwehrkanals Mangelware sind, haben sich viele Raver am Sonntag in den Büschen erleichtert, was zu Urinpfützen am Wegesrand und einem ätzenden Gestank geführt hat. Viel schlimmer noch: “Partytouristen nutzen, um sich zu erleichtern, oft das Urbankrankenhaus”, erzählt Hendrikje Ehlers. Die Rave-Party fand genau vor dieser Klinik statt. Ein weiterer Punkt, der den Veranstaltern viel Kritik einbrachte.

Anwohner fordern Stellungnahme

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Die Anwohnerinitiative will sich aber nicht einfach nur beschweren, den Worten sollen jetzt Taten folgen. SOS Landwehrkanal will einen Brief an das Bezirksamt schreiben und eine Stellungnahme einfordern. Die dafür Zuständigen “müssen zur Verantwortung gezogen werden”, fordert die Anwohnerin.

RND/nis

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