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Ruhestörung, Vermüllung: Polizei München schickt Tausende Partygäste nach Hause

  • In München haben am Freitagabend Tausende Menschen auf der Straße gefeiert.
  • Anwohnerinnen und Anwohner fühlten sich durch Lärm und Musik gestört.
  • Die Polizei war mit Lautsprecherwagen im Einsatz, um an die Corona-Regeln zu erinnern.
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München. In München ist es Freitag- auf Samstagnacht zu zahlreichen Partys an mehreren Stellen der Stadt gekommen. Hotspots waren laut Polizei München die Stadtteile Maxvorstand und Schwabing. Wie ein Sprecher dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) mitteilte, waren insgesamt Tausende Menschen auch noch weit nach Mitternacht unterwegs, was vielerorts für Beschwerden von Anwohnerinnen und Anwohnern sorgte.

„Es kam zu den bekannten Problemen: Ruhestörung, Anwohnerbeschwerden und Müll, der hinterlassen wurde“, sagte Oliver Barnet dem RND. Die Einheiten vor Ort hätten an bekannten Versammlungsorten wie dem Englischen Garten, Leopold-, Ludwig- und Türkenstraße sowie an einigen Plätzen Präsenz gezeigt und Partygäste immer wieder aufgefordert, die Corona-Regeln einzuhalten und die Musik auszustellen.

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Hohe Temperaturen und steigender Alkoholpegel lassen Corona-Regeln vergessen

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Schon in den vergangenen Wochen war es abends immer wieder zu Ansammlungen von Menschen gekommen, die auf den Straßen feierten. „Gestern kam das super Wetter hinzu. Normalerweise gehen viele heim, wenn es abkühlt, aber heute Nacht wurde es nicht kalt“, so Barnet. Da viele vor allem mit steigendem Alkoholpegel nicht nach Hause wollten, habe es länger gedauert, die Situation jeweils unter Kontrolle zu bekommen. Zu Ausschreitungen oder Gewaltanwendungen sei es aber nicht gekommen.

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Für die Polizei sei es „eine Herausforderung“, die Kontaktbeschränkungen zu überprüfen. In Bayern dürfen sich derzeit zehn Personen aus drei Haushalten treffen, Geimpfte und Genesene zählen nicht dazu. „Teilweise stehen Leute beieinander, die den Abstand nicht einhalten, die sich nicht einmal kennen“, sagte Barnet, dann läge auch kein direkter Verstoß gegen die Kontaktbeschränkungen vor. Deshalb sei ein Lautsprecherwagen unter anderem im Englischen Garten im Einsatz gewesen, um die Menschen zu bitten, Abstand zu halten.

Partys auch in Hamburg und in Frankreich

Nicht nur in München war es bei sommerlichen Höchstwerten in der vergangenen Nacht zu Partys und Feiereien gekommen. In Hamburg wurden 3000 bis 4000 Menschen im Stadtpark aufgefunden, die Polizei räumte den Park, da Corona-Regeln nicht eingehalten wurden. In der Bretagne in Frankreich eskalierte eine illegale Raver-Party. Partygäste warfen mit Munition auf Polizeikräfte, ein Teilnehmer sprengte sich dabei die Hand in die Luft.

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In Frankfurt findet traditionell freitags der Friedberger Markt im Szenestadtteil Nordend statt, zu dem Tausende Menschen zum Feiern kommen. Dort wurde allerdings vor dem gestrigen Markttag vorgesorgt: Ab 22 Uhr waren Ordnungskräfte im Einsatz, um die Feiernden zum Heimweg zu animieren. Zur gleichen Zeit begann die Stadtreinigung mit dem Aufräumen auf dem Platz.

RND/msk

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