Café in Mülheim erteilt Jogginghosenverbot

  • Ein Gastronom aus dem nordrhein-westfälischen Mülheim verhängt in seinem Café Jogginghosen­verbot.
  • Er bezeichnet sein Lokal zwar als „dein zweites Zuhause“, zu gemütlich soll’s dann aber wohl doch nicht werden.
  • Das kommt nicht bei allen gut an.
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Mülheim. „Wer eine Jogginghose trägt, hat die Kontrolle über sein Leben verloren“, sagte einst Karl Lagerfeld. Spätestens in der Pandemie wurde die Jogginghose dennoch zum Lieblingsteil von so manchem. Doch ein Cafébetreiber im nordrhein-westfälischen Mülheim will davon nichts wissen – und verbietet jetzt Jogginghosen in seinem Lokal.

Auf der Facebook-Seite seines Cafés Leonardo postet er ein Bild mit einer durchgestrichenen Jogginghose. „Jogginghose nicht erlaubt“ steht darüber, und weiter: „Verehrte Gäste, wir bitten Sie, unser Lokal nicht in Jogginghosen zu besuchen.“ Und das, obwohl der Betreiber sein Café auf dem Facebook-Auftritt auch als „dein zweites Wohnzimmer“ bezeichnet. Zu gemütlich soll’s dann wohl doch nicht werden.

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Gastronom: Jogginghosen nehmen überhand

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Im Gespräch mit dem WDR erklärt Gastronom Noel Endemann, die Jogginghosen hätten überhandgenommen. Einige Gäste würden sich nicht die Mühe machen, sich für Cafébesuche umzuziehen. „Es ist ebenso eine Herzens­angelegenheit unserer Gäste und Besucher“, heißt es über die Entscheidung zudem in dem Facebook-Post.

Doch ist das wirklich so? Unter dem Beitrag kommt es zu Debatten. Die einen befürworten das Jogginghosen­verbot, die anderen haben kein Verständnis dafür. Mehr als 800 Kommentare sind schon zusammen­gekommen (Stand: 24. September). Da kommt auch einiges an Kritik gegen den Betreiber auf: „Hab’s gerade im Fernsehen gesehen … der Inhaber trägt ’ne kaputte Jeans im Interview und lümmelt da auf einem Bein sitzend auf der Bank, während er anderen vorschreibt, was sie anzuziehen haben“, schreibt etwa ein User. Eine andere meint: „Dann solltet ihr euren Slogan ‚wie ein zweites Zuhause‘ aber auch entfernen.“

RND/hsc

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