Mordprozess: Angeklagter bestreitet illegales Autorennen

  • Im Prozess um den Tod eines 19 Jahre alten Schülers hat der Angeklagte bestritten, an einem Autorennen teilgenommen zu haben.
  • Er gab zu Prozessbeginn an, zu schnell gefahren zu sein.
  • Er habe nicht mehr ausweichen können.
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Hof. Im Prozess um einen totgerasten 19-Jährigen hat der Fahrer des Unfallwagens bestritten, an einem illegalen Autorennen teilgenommen zu haben. Er sei zu schnell gefahren und habe nicht mehr ausweichen können, sagte der Angeklagte zum Prozessauftakt am Dienstag vor dem Landgericht Hof.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem 21-Jährigen vor, durch das Rasen billigend in Kauf genommen zu haben, einen Unfall und damit einhergehend den Tod eines Menschen verursacht zu haben. Die Anklage lautet daher auf Mord.

Ermittlungen legen Verdacht auf Autorennen nahe

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Der Deutsche aus dem Landkreis Wunsiedel hatte den Schüler Anfang Februar 2020 im Stadtgebiet von Selb frontal erfasst. Der junge Mann aus Kulmbach starb trotz sofortiger Reanimationsversuche noch an der Unfallstelle. Im Laufe der Ermittlungen gab es Hinweise auf ein illegales Autorennen, das vor dem Unfall stattgefunden haben soll.

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Die Staatsanwaltschaft nimmt an, dass das Rennen beendet war, als der Angeklagte erneut beschleunigte und an einer Gruppe Berufsschüler mit 80 bis 90 Kilometern pro Stunde vorbeiraste. Vermutlich habe er mit seiner riskanten Fahrweise den jungen Leuten imponieren wollen, heißt es in der Anklage.

Unfallfahrer entschuldigt sich unter Tränen bei den Angehörigen

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"Ich bedauere unendlich, dass dieser Unfall passiert ist", sagte der 21-jährige Fahrer unter Tränen und entschuldigte sich bei den Angehörigen. Er könne sich nicht vorstellen, jemals wieder ein Auto zu steuern.

Für das Verfahren sind zwölf Fortsetzungstermine angesetzt. Dem Angeklagten droht eine Freiheitsstrafe von einem bis zu zehn Jahren.

RND/dpa

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