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Mord an zwei Deutschen in Ghana: Verdächtiger wartet in U-Haft auf Prozess

  • Im vergangenen Jahr werden die Leichen einer deutschen Mutter und ihrer Tochter gefunden.
  • Nun ist der mutmaßliche Täter in Untersuchungshaft und wartet auf seinen Prozess.
  • Es handelt sich dabei um den Freund der Frau.
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Accra. Ein 43 Jahre alter Mann, der seine deutsche Freundin und deren Tochter im westafrikanischen Ghana getötet haben soll, wartet in Untersuchungshaft auf den Beginn des Gerichtsverfahrens. Nach Polizeiangaben hat die Staatsanwaltschaft der Hauptstadt Accra den Fall an sich gezogen, der sich bereits im Vorjahr ereignet hat.

Der aus dem Nachbarland Burkina Faso stammende Mann steht unter Verdacht, im nahe der Hauptstadt Accra gelegenen Küstenort Krokobite die Deutsche und ihre 13-jährige Tochter ermordet zu haben. Beide waren Anfang 2020 in das Land gezogen und im Oktober tot aufgefunden worden.

Beschwerde bei der Polizei führte zu Entdeckung der Leichen

„Ein starker Gestank aus der Nachbarschaft und die offensichtliche Abwesenheit der Frau und ihrer Tochter veranlassten die Nachbarn, eine Beschwerde bei der Polizei in Kokrobite einzureichen, die zur Entdeckung der Leichen führte“, sagte ein Polizeibeamter der Deutschen Presse-Agentur. Die Akte sei zunächst von der örtlichen Polizei in Krokobite bearbeitet, aber dann zum Polizeihauptquartier in Accra weitergeleitet und schließlich der Staatsanwaltschaft übergeben worden. Der Mann bleibe in Untersuchungshaft solange sich die Behörden auf das Gerichtsverfahren vorbereiteten, hieß es.

Im Oktober hatte Polizeisprecher Efia Tenge nach Angaben von örtlichen Medien erklärt, der Mann habe die Tat gestanden. Der Angeklagte habe seine Freundin demnach während eines Streits mit einem Hammer erschlagen, die Tochter daraufhin erwürgt und beide in seinem Garten begraben.

Arzthelferin soll aus Bodenburg in Niedersachsen stammen

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Nach Angaben der Bild-Zeitung, die zuvor über den Fall berichtete, stammt die Arzthelferin aus Bodenburg in Niedersachsen und hatte den Schmuckhersteller zunächst über das Internet kennengelernt.

RND/dpa

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