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Mord an George Floyd: Prozess gegen drei weitere Ex-Polizisten verschoben

  • Weil sie nicht eingriffen, als ihr Kollege Derek Chauvin den Schwarzen George Floyd tötete, müssen sich drei weitere Polizisten vor Gericht verantworten.
  • Ihr Prozess wurde jetzt allerdings auf März 2022 verschoben.
  • Grund ist ein weiteres Verfahren auf Bundesebene.
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Minneapolis. Ein zweiter Strafprozess im Fall des getöteten Schwarzen George Floyd wird verschoben. Das Verfahren gegen drei ehemalige Polizisten wegen Beihilfe zur Tötung Floyds werde statt im August diesen Jahres im März 2022 beginnen, teilte Richter Peter Cahill am Donnerstag mit. Ihnen wird vorgeworfen, nicht eingegriffen zu haben, als ihr Kollege Derek Chauvin im Mai 2020 sein Knie mehr als neun Minuten lang auf Floyds Hals drückte, bis dieser nicht mehr atmete. Chauvin wurde im April schuldig gesprochen, Floyd getötet zu haben.

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Ex-Polizist im Prozess um George Floyd schuldig gesprochen
1:57 min
Der angeklagte Ex-Polizist Derek Chauvin wurde im Fall des getöteten Afroamerikaners George Floyd von den Geschworenen in allen Punkten schuldig gesprochen.  © Reuters

Gegen Chauvin und seine ehemaligen Kollegen ist noch ein weiteres Verfahren geplant, in dem es um den Vorwurf geht, dass sie Floyds Bürgerrechte bei der Festnahme am 25. Mai 2020 missachteten. Richter Cahill verschob den Prozess wegen Beihilfe, damit erst dieses Bundesverfahren gegen alle vier anlaufen kann. Außerdem wolle er in dem Fall etwas Zeit verstreichen lassen, bevor der Prozess gegen die drei beginne, sagte Cahill.

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Der Tod Floyds hatte in den USA und weit darüber hinaus Proteste gegen Polizeigewalt und Rassismus ausgelöst. Wie lange Chauvin für die Tötung Floyds ins Gefängnis muss, ist noch nicht geklärt. Auf den schwerwiegendsten Anklagepunkt, sogenannten Mord zweiten Grades ohne Vorsatz, stehen zwar grundsätzlich 40 Jahre Haft. Weil Chauvin aber keine Vorstrafen hatte, wäre er nach den Regeln des Staates Minnesota nur rund 12,5 Jahre ins Gefängnis gekommen. Erst am Mittwoch machte Richter Cahill aber den Weg für eine längere Haftstrafe frei, indem er erschwerende Umstände feststellte. Es wird damit gerechnet, dass er nun maximal 30 Jahre ins Gefängnis muss.

RND/AP

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