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Mord an fünf Kindern in Solingen: Prozess gegen Mutter beginnt im Juni

  • Der Fall hatte bundesweit für Entsetzen gesorgt: Im vergangenen September entdeckten Polizisten in einer Solinger Wohnung fünf tote Kinder.
  • Ihre Mutter überlebte einen Suizidversuch.
  • Ihr wird nun wegen Mordes der Prozess gemacht.
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Wuppertal. Der Prozess wegen Mordes an fünf kleinen Kindern in Solingen wird gut neun Monate nach der Tat am Wuppertaler Landgericht starten. Angeklagt ist die Mutter der Opfer, die in Solingen fünf ihrer sechs Kinder umgebracht haben soll. Das Gericht habe die Anklage wegen fünffachen Mordes zugelassen, teilte ein Gerichtssprecher am Freitag in Wuppertal mit. Prozessbeginn sei der 14. Juni.

Die zur Tatzeit 27-jährige Deutsche soll ihre Kinder laut Anklage erst mit einem Medikamenten-Mix sediert haben. Die Kinder seien wie beabsichtigt schläfrig geworden und eingeschlafen. Die Alleinerziehende habe dann im Badezimmer Wasser in die Wanne eingelassen und Badespielzeug bereitgelegt.

Nacheinander soll sie ihre Kinder laut Anklage dann geweckt, ins Badezimmer gebracht und in der Badewanne erstickt oder ertränkt haben. Anschließend habe sie jedes Kind in Handtücher gewickelt und ins Kinderzimmer gelegt.

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Elf Verhandlungstage angesetzt

Die fünf toten Kinder waren am 3. September vergangenen Jahres entdeckt worden. Ihre Mutter hatte sich nach der Tat im Düsseldorfer Hauptbahnhof vor einen Zug geworfen, aber schwer verletzt überlebt. Ihr ältester Sohn hatte unverletzt überlebt. Seine Mutter hatte ihn zur Oma an den Niederrhein geschickt.

Polizisten hatten in der Wohnung der Frau in Solingen die Leichen von Melina (1), Leonie (2), Sophie (3), Timo (6) und Luca (8) entdeckt.

Zwischenzeitlich hatte die Frau behauptet, ein Unbekannter sei in ihre Wohnung eingedrungen und habe ihre Kinder umgebracht. Für diese Version seien aber keinerlei Spuren oder Ansatzpunkte entdeckt worden, hatte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft gesagt. Es deute nichts darauf hin, dass es so gewesen sein könnte. Das Gericht habe für den Prozess bislang elf Verhandlungstage eingeplant, sagte der Gerichtssprecher weiter.

Haben Sie oder Bekannte Suizidgedanken? Dann wenden Sie sich bitte an folgende Rufnummern:

Telefon-Hotline (kostenfrei, 24 h), auch Auskunft über Hilfsdienste:

0800 - 111 0 111 (evangelisch)

0800 - 111 0 222 (römisch-katholisch)

0800 - 111 0 333 (für Kinder/Jugendliche)

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Im Internet: www.telefonseelsorge.de

RND/dpa

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