Mord an Fritz von Weizsäcker: Angeklagter kündigt Aussage an

  • Fritz von Weizsäcker, Sohn des früheren Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker, wird im November 2019 in Berlin mit einem Messerstich getötet.
  • Der Angriff auf den renommierten Mediziner kommt wie aus dem Nichts und erschüttert Menschen in ganz Deutschland.
  • Nun ist der Prozess gegen den mutmaßlichen Mörder gestartet.
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Berlin. Der erste Verhandlungstag im Prozess um die tödliche Messerattacke gegen Fritz von Weizsäcker ist bereits nach sieben Minuten zu Ende gegangen. Am Landgericht Berlin wurde am Dienstag lediglich die Anklage verlesen. Angeklagt ist ein 57-Jähriger aus Rheinland-Pfalz, der den Sohn des früheren Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker aus Hass gegen die Weizsäcker-Familie mit einem Klappmesser erstochen haben soll.

Der Angeklagte aus Andernach im Kreis Mayen-Koblenz will sich nach Angaben seiner Anwälte zu den Vorwürfen selbst äußern. Am Dienstag war das laut Gericht nicht möglich, weil der psychologische Sachverständige verhindert war. In dem Prozess geht es auch um die Schuldfähigkeit des Angeklagten.

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Prozessauftakt im Mordfall Weizsäcker
2:02 min
Dem 57-jährigen Angeklagten aus Rheinland-Pfalz wird der Mord an dem Mediziner Fritz von Weizsäcker sowie versuchter Mord an einem Polizisten zur Last gelegt.  © Reuters
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Hass auf die Familie des Getöteten als Motiv

Zum Auftakt kam auch Beatrice von Weizsäcker, die Schwester des getöteten Mediziners. Sie ist eine von vier Nebenklägern im Prozess. Dem mutmaßlichen Täter werden Mord an dem Professor sowie versuchter Mord an einem Polizisten zur Last gelegt.

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Fritz von Weizsäcker, Chefarzt für Innere Medizin an der Schlosspark-Klinik Berlin, wurde am Abend des 19. November 2019 bei einem Vortrag in der Klinik erstochen. Der Polizist konnte den Angreifer zwar überwältigen, wurde aber selbst schwer verletzt.

Der Tod des Arztes hatte bundesweit Erschütterung ausgelöst. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sprach von einem „entsetzlichen Schlag für die Familie“.

RND/dpa

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