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Monate nach der Flut: Erste neue Wohnflächen im Ahrtal bestimmt

Meterhoch türmten sich nach dem Hochwasser Wohnwagen, Gastanks, Bäume und Schrott an einer Brücke über die Ahr in Altenahr-Kreuzberg (Luftaufnahme mit einer Drohne).

Koblenz.Wer im flutgeschädigten Ahrtal sein Haus verloren hat oder nicht wieder mitten im Hochwasserrisiko bauen will, kann womöglich auf neu bestimmte Flächen ausweichen. Die AG Wiederaufbau bei der Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord in Koblenz hat nach einer Prüfung die ersten insgesamt 5,7 Hektar in den Dörfern Altenahr, Ahrbrück und Rech in der Verbandsgemeinde (VG) Altenahr dafür bestimmt.

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„Auf diesen Flächen könnten etwa 85 Wohneinheiten realisiert werden. Hinzu kommen sechs weitere Ersatzwohnbauflächen, die allerdings nur bedingt für eine Wohnbebauung geeignet sind“, teilte SGD-Nord-Präsident Wolfgang Treis am Donnerstag mit.

Flutopfer sollen in ihrer Heimat bleiben können

Für neun weitere Orte der VG Altenahr sowie zwei Dörfer der VG Adenau prüft die AG Wiederaufbau laut der SGD Nord derzeit die Bestimmung von Ersatzflächen. Die Einleitung entsprechender Verfahren in der Kurstadt Bad Neuenahr-Ahrweiler stehe ebenfalls unmittelbar bevor. Dabei werde bei von Kommunen gemeldeten Flächen beschleunigt geprüft, inwiefern diese etwa mit Raumordnung, Naturschutz, Wasser- und Forstwirtschaft sowie Ansprüchen der Archäologie vereinbar seien.

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Der Erste Beigeordnete des Kreises Ahrweiler, Horst Gies (CDU), versicherte, es sei ein vorrangiges Ziel, Flutopfern zu ermöglichen, in ihrer Heimat wohnen zu bleiben. „Natürlich geht es vielen Menschen nicht schnell genug, denn sie möchten Stück für Stück und das so schnell wie möglich in ihr gewohntes Leben zurückkehren.“ Doch die AG Wiederaufbau habe in kurzer Zeit Enormes geleistet. Bei der Sturzflut am 14. und 15. Juli waren im Ahrtal 134 Menschen getötet worden.

RND/dpa

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