Molli-Bahnstrecke nach tödlichem Unfall mit Wohnmobil wieder frei

  • Mecklenburgische Bäderbahn Molli ihren Zugbetrieb stößt am Sonntag mit einem Wohnmobil zusammen.
  • Ein Mensch kommt bei dem Unfall ums Leben.
  • Die Bahn nimmt am Montagmorgen ihren Betrieb wieder auf.
Anzeige
Anzeige

Wittenbeck. Einen Tag nach dem tödlichen Zusammenstoß mit einem Wohnmobil hat die Mecklenburgische Bäderbahn Molli ihren Zugbetrieb zwischen Kühlungsborn und Heiligendamm (Landkreis Rostock) wieder aufgenommen. Wie das Unternehmen am Montag mitteilte, wurde die leicht beschädigte Dampflok samt Zug nach der Beräumung noch am Sonntag bis Heiligendamm gefahren und abgestellt, wo die Lok noch einmal genauer untersucht werden soll. Der Unfall hatte sich am Sonntagvormittag an einem unbeschrankten Bahnübergang bei Wittenbeck ereignet. Vorübergehend wurden Busse eingesetzt.

Nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei hatte ein Wohnmobilfahrer, der wohl vom nahe gelegenen Camping-Stellplatz an der Steilküste kam, erst am Andreaskreuz gehalten. Der 72 Jahre alte Wohnmobilfahrer aus dem Landkreis Nordwestmecklenburg sei aber dann, obwohl der Zug kam, auf die Gleise gefahren. Die mehr als 40 Tonnen schwere Dampflok erfasste das deutlich leichtere Campingfahrzeug und zerteilte es. Ein Teil des Wohnmobils wurde etwa 50 Meter mitgeschleift. Der 72-Jährige starb am Unfallort.

Die 71 Jahre alte Beifahrerin erlitt einen schweren Schock und kam in eine Klinik. Der Schaden wird auf eine sechsstellige Summe geschätzt. Experten begutachteten das Gleisbett bereits, dass aber weiter nutzbar sei. Im Zug wurde nach Angaben der Betreiber niemand der 25 Reisenden und vom Personal verletzt. Die Gesamtstrecke Bad Doberan-Heiligendamm-Kühlungsborn ist 15 Kilometer lang.

RND/dpa

  • Laden Sie jetzt die RND-App herunter, aktivieren Sie Updates und wir benachrichtigen Sie laufend bei neuen Entwicklungen.

    Hier herunterladen