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  • Mobbing-Vorwurf gegen Meghan: Anwältin wittert Ablenkung von Prinz Andrew

Anwältin vermutet: Buckingham-Palast lenkt von Andrew-Skandal ab

  • Untersucht der Buckingham-Palast die Mobbingvorwürfe gegen Meghan nur, um den angeschlagenen Prinz Andrew aus der Schusslinie zu nehmen?
  • Die US-Opferanwältin Gloria Allred sieht gegen den Prinzen in der Missbrauchsaffäre Epstein eindeutig schwerere Vorwürfe als gegen die Herzogin.
  • Das derzeitige Vorgehen der Royals sei „ein heuchlerisches Ablenkungsmanöver“.
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Der ganze Trouble um Meghans angebliches Bedienstetenmobbing – nur ein Ablenkungsmanöver vom eigentlichen Skandal um Prinz Andrew? Eine amerikanische Anwältin, die 20 der Frauen vertritt, die sich als Opfer von Jeffrey Epstein fühlen, hegt genau diese Vermutung. Der Buckingham-Palast wolle Mobbingvorwürfe gegen die Herzogin nur untersuchen, um Prinz Andrew aus dem Fokus der Öffentlichkeit zu nehmen, berichtet die britische Tageszeitung „The Guardian“. Alles sei kalkuliert.

„Die Anschuldigungen gegen ihn sind viel schlimmer als die Anschuldigungen gegen Meghan Markle“, meint Gloria Allred. „Prinz Andrew ‚arbeitete‘ als Royal, als er ein Freund von Jeffrey Epstein wurde, der in Sachen Sex ein Raubtier war“, so die Advokatin. Dem Prinzen werde viel mehr vorgehalten als Mobbing oder Behinderung am Arbeitsplatz. Eines der Epstein-Opfer behauptet, Andrew habe sie mehrfach missbraucht. Was Andrew bestreitet.

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„Rede mit dem FBI“ - Ein US-Schulbus fuhr durch London

Allred versucht zu erreichen, dass sich der Prinz einer persönlichen Befragung durch die zuständigen US-Strafermittler und -Staatsanwälte stellt. Im Februar ließ Allred dafür sogar, so berichtet der „Guardian“, einen amerikanischen Schulbus durch London (und am Buckingham-Palast vorbei) fahren. An den Flanken des Busses war eine Aufforderung zu lesen, Andrew solle endlich mit dem FBI reden.

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In einer am Montag veröffentlichten Erklärung hakte Allred nach, warum man Andrew nicht – analog zu Harry und Meghan – seine königlichen Titel entzogen habe. Und behauptete, dass die Ermittlungen gegen Meghan Markle „ein Ablenkungsmanöver“ seien, das unter den gegebenen Umständen „heuchlerisch“ erscheine.

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Palast solle Andrew öffentlich tadeln

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Es sei „lange schon überfällig, dass der Palast seine Prioritäten ändert und ankündigt, dass er seine eigenen Ermittlungen gegen Prinz Andrew durchführt“. Der Palast solle den Prinzen wegen seiner Weigerung, mit den US-Behörden zu kooperieren, öffentlich tadeln.

Der Prinz bestreitet, etwas Falsches getan zu haben, kann sich laut eigener Aussage auch nicht an sein vermeintliches Opfer erinnern. Alles, was er einräumt, ist sein Bezug zu Epstein. Zuletzt sagte Andrew im November des Vorjahres sehr förmlich: „Ich bedauere weiterhin ganz unmissverständlich meine unüberlegte Verbindung mit Jeffrey Epstein ... Selbstverständlich bin ich bereit, jeder zuständigen Strafverfolgungsbehörde bei ihren Ermittlungen zu helfen, wenn das erforderlich ist.“ Was bis heute allerdings ausgeblieben ist.

RND/big

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