Misshandlungen in Celler Pflegeheim: Staatsanwaltschaft ermittelt

  • Die Staatsanwaltschaft ermittelt nun im Fall der mutmaßlichen Misshandlungen in einem Celler Pflegeheim gegen drei Pflegekräfte.
  • Es geht um den Verdacht der Freiheitsberaubung und der Körperverletzung.
  • Unter anderem soll ein Mann mit einer Decke im Bett so festgebunden worden sein, dass er sich kaum bewegen konnte.
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Celle. Nach mutmaßlichen Misshandlungen in einem Pflegeheim in Celle ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen drei Pflegekräfte. Das Verfahren richte sich gegen eine 26-jährige Frau sowie zwei 27 und 31 Jahre alte Männer, die in dem Pflegeheim gearbeitet hätten, sagte eine Sprecherin der Anklagebehörde am Dienstag. Bei den Ermittlungen geht es um den Verdacht der Freiheitsberaubung und der Körperverletzung. Derzeit würden die Vorwürfe geprüft, das Verfahren stehe noch ganz am Anfang, betonte die Sprecherin.

Außerdem geht es um Fotos und Videos, die die drei gemacht haben sollen. Die Aufnahmen verletzten den höchstpersönlichen Lebensbereich der Opfer, sagte die Sprecherin. Die drei Beschuldigten sollen ihre Aufnahmen an Dritte weitergegeben haben. Laut Staatsanwaltschaft sieht das Gesetz dafür eine Freiheitsstrafe von bis zu zwei Jahren oder eine Geldstrafe vor.

Mann wurde mit Decke festgebunden

In dem Heim soll beispielsweise ein Mann mit einer Decke im Bett so festgebunden worden sein, dass er sich kaum bewegen konnte. Die Geschäftsführerin der Pflegeheime Muus GmbH, Claudia Muus, äußerte sich "entsetzt über die erkennbaren Missstände", über die sie am 11. Mai informiert worden sei. Sie sprach von einem "nicht akzeptablen Umgang von Pflegepersonal mit Heimbewohnern". Muus hat Strafanzeige gegen die drei Mitarbeiter gestellt und diese entlassen.

RND/dpa

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