• Startseite
  • Panorama
  • Missbrauchsverdacht in Pflegeheim in Thüringen: Ermittler werten Datenträger aus

Missbrauchsverdacht in Pflegeheim in Thüringen: Ermittler werten Datenträger aus

  • Die Polizei hat am Donnerstag ein Pflegeheim in Thüringen und Wohnungen von fünf Mitarbeiter durchsucht.
  • Es gebe Hinweise auf den sexuellen Missbrauchs von Pflegebedürftigen.
  • Die Ermittler werten am Freitag die sichergestellten Datenträger aus.
Anzeige
Anzeige

Erfurt/Neuhaus/Rennweg. Nach dem Verdacht des sexuellen Missbrauchs von Pflegebedürftigen in einem Heim in Thüringen prüfen Ermittler die sichergestellten Datenträger. Dabei suchen sie auch nach gelöschten Daten, wie eine Polizeisprecherin am Freitag sagte. Am Donnerstag hatte die Polizei mit rund 40 Beamten das Heim in Neuhaus/Rennweg und die Wohnungen von fünf Mitarbeiterinnen des Heims durchsucht.

Nach Polizeiangaben hatte es Ende vergangenen Jahres einen anonymen Hinweis auf den sexuellen Missbrauch von Heimbewohnern gegeben. Gegen fünf Mitarbeiterinnen des Pflegeheims wird unter anderem wegen des Verdachts des sexuellen Missbrauchs von Kranken oder Hilfsbedürftigen ermittelt. Die beschuldigten Mitarbeiterinnen wurden dem Heimbetreiber zufolge zunächst vom Dienst freigestellt. Die bislang bekannten Opfer sind nach Polizeiangaben vier Frauen sowie ein Mann im Alter zwischen 55 und 86 Jahren.

Eigentlich unvorstellbar

Thüringens Sozialministerin Heike Werner (Linke) hat sich nach dem Missbrauchsverdacht erschüttert gezeigt. Ein solcher Verdacht in derartigem Ausmaß sei eigentlich unvorstellbar, sagte die Ministerin der Deutschen Presse-Agentur. Das Geschehene müsse aufgeklärt und aufgearbeitet werden.

RND/dpa

  • Laden Sie jetzt die RND-App herunter, aktivieren Sie Updates und wir benachrichtigen Sie laufend bei neuen Entwicklungen.

    Hier herunterladen