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Missbrauchsskandal in Münster: Jugendamt ließ Kind in Obhut verdächtiger Familie

  • Der “soziale Kindsvater" war wegen des Besitzes und des Vertriebs pornografischer Daten aufgefallen.
  • Dennoch beließ das Jugendamt das Kind in der Familie, das jetzt als eines der Opfer der Missbrauchsfälle in Nordrhein-Westfalen gilt.
  • Münsters Oberbürgermeister zeigte sich bestürzt.
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Münster. Das Jugendamt der Stadt Münster hatte Kontakt zu der Familie von einem der Opfer des Missbrauchsfalls in Nordrhein-Westfalen. Die Familie sei den Behörden aus den Jahren 2015 bis 2016 bekannt, "weil der soziale Kindsvater wegen des Besitzes und des Vertriebs pornografischer Daten aufgefallen war", teilte die Stadt am Samstag mit.

Kindesmissbrauch in Münster: Oberbürgermeister bestürzt

In dieser Zeit habe das Jugendamt Kontakt zu der Familie gehabt. 2015 habe das Familiengericht keinen Anlass gesehen, das Kind aus der elterlichen Verantwortung zu nehmen. Münsters Oberbürgermeister Markus Lewe (CDU) sagte dazu: “Eine Bewertung können wir erst vornehmen, wenn die Faktenlage dafür ausreichend geklärt ist.”

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Lewe reagierte bestürzt auf den Missbrauchsfall. “Ich bin erschrocken, dass unsere Stadt offenbar Schauplatz solch schrecklicher Taten war”, teilte er mit.

RND/dpa

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