Missbrauchsprozess: Anklage befragt letzte Zeugen gegen R. Kelly

  • Im Prozess gegen den einstigen Pop-Star R. Kelly steht die Staatsanwaltschaft kurz vor Abschluss der Beweisführung gegen den Angeklagten.
  • Am Freitag wurden in New York zwei letzte Zeugen für die Anklage in den Zeugenstand gerufen.
  • Die Staatsanwaltschaft wirft Kelly vor, mit Hilfe von Managern, Leibwächtern und anderen Angestellten Opfer für Sex beschafft zu haben.
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New York. Die Staatsanwaltschaft steht kurz vor Abschluss ihrer Beweisführung im Prozess gegen R. Kelly wegen sexuellen Missbrauchs. Am Freitag (Ortszeit) wurden zwei letzte Zeugen für die Anklage in den Zeugenstand gerufen. Eine Person, die früher für den Sänger Kelly arbeitete, gab Ähnliches wieder wie andere Ex-Mitarbeiter, denen zufolge Kelly durch unberechenbares Verhalten auffiel und Kontrolle auf jeden in seinem Umfeld ausübte. Die zweite Person, die Psychologin Dawn Hughes, soll auch am Montag noch in den Zeugenstand in New York kommen.

Kelly bestreitet die Vorwürfe

Die Staatsanwaltschaft wirft Kelly vor, mit Hilfe von Managern, Leibwächtern und anderen Angestellten Opfer für Sex beschafft zu haben. Er bestreitet die Vorwürfe. Hughes, die auf Beziehungen mit Missbrauch spezialisiert ist, sagte zu Studien aus, denen zufolge viele Täter ihre Missbrauchsopfer isolieren, erniedrigen und ausspionieren, um Kontrolle zu haben. Kelly wird vorgeworfen, solche Taktiken angewandt zu haben.

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Die Verteidigung soll ab Montag ihre Argumente hervorbringen. Die Schlussplädoyers könnten noch vor Ende nächster Woche erfolgen. Der Prozess hatte am 18. August begonnen.

RND/AP

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