• Startseite
  • Panorama
  • Missbrauchsfall Bergisch Gladbach: Angeklagter über eigenen Missbrauch

Fall Bergisch Gladbach: Angeklagter über eigenen Missbrauch

  • Vor dem Kölner Landgericht kommen jetzt neue Erkenntnisse über eine zentrale Figur im Missbrauchsfall Bergisch Gladbach ans Licht.
  • Demnach wurde der Angeklagte selbst in seiner Kindheit sexuell missbraucht.
  • Er steht vor Gericht, weil er immer wieder seine Tochter missbraucht haben soll.
Anzeige
Anzeige

Köln. Ein im Missbrauchsfall Bergisch Gladbach angeklagter Familienvater soll in seiner Kindheit selbst sexuell missbraucht worden sein. Der 43-Jährige bestätigte dazu am Montag vor dem Kölner Landgericht einen Bericht des psychiatrischen Sachverständigen, in dem es um die Biografie des Kochs und Hotelfachmanns ging.

Darin hieß es, dass der Angeklagte acht bis zehn Jahre alt gewesen sei, als ihn ein etwa 15 bis 16 Jahre alter Junge aus der Nachbarschaft wiederholt missbraucht habe - in der Dusche, im Wald, auf einem Campingplatz und auf einem Heuboden.

Angeklagter zentrale Figur im Missbrauchskomplex Bergisch Gladbach

Weiterlesen nach der Anzeige
Anzeige

Noch heute erinnere sich der Angeklagte an Gerüche aus dieser Zeit. Trotz der Erfahrung habe er im Alter von 16 Jahren seine damals neun Jahre alte Cousine sexuell missbraucht. Die Taten seien alle nie zur Anzeige gekommen.

Der Angeklagte, der als Vater immer wieder seine Tochter missbraucht haben soll, gilt als zentrale Figur im sogenannten Missbrauchskomplex Bergisch Gladbach. Bei Durchsuchungen wurden in seinem Haus große Mengen kinderpornografischen Materials sowie Chatprotokolle mit Gleichgesinnten gefunden. Diese brachten Ermittlungen gegen ein Geflecht von vielen weiteren Verdächtigen ins Rollen.

RND/dpa

“Staat, Sex, Amen”
Der neue Gesellschaftspodcast mit Imre Grimm und Kristian Teetz
  • Laden Sie jetzt die RND-App herunter, aktivieren Sie Updates und wir benachrichtigen Sie laufend bei neuen Entwicklungen.

    Hier herunterladen