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Minimalismus pur: ein Leben als digitale Nomadin

Jasmin Mittag beim Arbeiten am Pool.

Hannover. Für einen Kurzbesuch ist die Hannoveranerin Jasmin Mittag gerade aus Südostasien nach Hannover angereist. Seit ihrer Entscheidung, für ein Jahr als digitale Nomadin zu leben, reist Mittag umher. Gerade hat sie knapp fünf Monate auf Bali verbracht. Sie bezeichnet sich selbst gegenüber der „Hannoverschen Allgemeinen Zeitung“ als „Aktivistin“ und verdient ihr Geld schon länger als Künstlerin und Projektleiterin, wie sie sagt. Doch was verspricht die 42-Jährige sich von dem Experiment?

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„Wir erleben doch gerade, wie rasant die Digitalisierung voranschreitet. Wir brauchen kein Büro mehr um uns herum. Wir können uns im Co-Working Arbeitsplätze teilen“, sagt die 42-Jährige. Es gehe ihr um „Begegnung“ und „Persönlichkeitsentwicklung“ – „darum, dass man achtsam miteinander ist“. Doch Mittag reizen dabei nicht nur ferne Länder. Auch auf dem Alsenhof in Schleswig-Holstein hat sie schon gelebt – Co-Living mit eigenem Zimmer. Auch das Kennenlernen verschiedener Wohnformen zählt zu Mittags Experiment.

Die Wohnung als „Ballast“

Ausschlaggebend für Mittags Entscheidung sei eine Trennung gewesen, sagt sie. Um allen „Ballast“ und „alle Verbindlichkeiten“ gänzlich loszuwerden, kündigte Mittag auch ihre Wohnung: Die Schlüsselübergabe „war der schönste Moment“, so die 42-Jährige. Dabei seien ihr im vergangenen März alle unnötigen Gedanken endlich abgefallen. Sieben Jahre lang habe Mittag dort gelebt und noch nicht einmal die Hälfte der Bewohnerinnen und Bewohner aus ihrem Wohnhaus gekannt.

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Mit diesem Gepäck reist Jasmin Mittag als digitale Nomadin.

Mit diesem Gepäck reist Jasmin Mittag als digitale Nomadin.

Doch auch von dem größten Teil ihrer Besitztümer hat sich Mittag getrennt. Sie reist lediglich mit zwei Rucksäcken mit insgesamt 111 Gegenständen umher.

Doch wer nun denkt, Mittag mache nur Urlaub, liegt falsch: „Ich mache keinen Urlaub“, sagt sie. Lediglich fünf Strandtage habe sie innerhalb von fünf Monaten gehabt. Dennoch will sich die Hannoveranerin nicht beschweren. Auch die Zeitumstellung bei ihren Workshops sei eine Herausforderung, doch „letztlich interessiert es ja niemanden, ob ich mich dabei in meiner Küche oder im Co-Working-Space aufhalte“.

Weiter nach Zentralamerika

Doch trotz all der positiven Erfahrungen, die die 42-Jährige auf Bali gemacht hat, weiß die Hannoveranerin, was sie an ihrer Heimatstadt hat: die Möglichkeit, unbeschwert Rad zu fahren. Auf Bali sei dies nicht möglich gewesen, da dort alle Motorroller fahren, erzählt die 42-Jährige. Deshalb nutze sie ihre Zeit in Hannover besonders dafür.

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Ihr Nomadinnenleben möchte Mittag noch auf unbestimmte Zeit weiterführen. Sobald die Pandemielage es zulasse, soll es vielleicht sogar nach Zentralamerika gehen: „Costa Rica oder Mexiko, die Gegend“.

RND/mhs

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