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Mindestens sieben Todesopfer: Wintersturm “Ciara” sorgt in Europa für Chaos

  • Mindestens sieben Menschen kommen in Europa sturmbedingt ums Leben.
  • Und das Wetter bleibt unruhig.
  • Schottland erwartet Blizzards, Korsika Böen mit Windgeschwindigkeiten bis 200 Kilometern pro Stunde.
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Berlin. Sturmtief "Ciara" hat in Europa mindestens sieben Menschen das Leben gekostet und zu zahlreichen Stromausfällen geführt. In England und in Slowenien starben zwei Männer, deren Autos jeweils von einem umstürzenden Baum getroffen wurden. In Polen an der Grenze zur Slowakei wurden nach Polizeiangaben eine Mutter und ihre Tochter getötet, als der Wintersturm das Dach eines Skiverleihs fortriss und auf Menschen in der Nähe eines Skilifts schleuderte. Drei weitere Menschen wurden dabei verletzt.

In Schweden kam ein Mann um, als sein Boot auf dem Fegen-See kenterte. Er wurde an Land gespült und starb später. Eine weitere Person, mit der der Mann in dem Boot unterwegs war, wurde laut einem Bericht der Zeitung "Aftonbladet" noch vermisst. In Deutschland starb ein Fahrer, der seinen Lastwagen in einen Anhänger fuhr.

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Orkantief "Sabine" legt Fernverkehr der Bahn lahm
1:01 min
Das Sturmtief "Sabine" zieht über Deutschland.  © AFP
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Schneefall und Blizzards erwartet

In Großbritannien sorgte "Ciara" am Sonntag für zahlreiche Stromausfälle. Einsatzkräfte bemühten sich, 20 000 Haushalte wieder ans Netz anzuschließen. Für Teile Nordenglands und Schottlands drohte jedoch neues Ungemach: Meteorologen erwarteten Schneefall und Blizzards. Es bleibe sehr unbeständig, teilte die Wetterbehörde mit.

Der Sturm traf die Isle of Wight vor der Südküste Großbritanniens am Sonntag mit Böen bis zu 156 Kilometern pro Stunde. In manchen Gebieten fiel in nur 24 Stunden so viel Regen wie sonst in eineinhalb Monaten üblich, Flüsse traten über die Ufer. In der schottischen Ortschaft Hawick an der Grenze zu England stürzte am Sonntag ein Gästehaus mit Bistro in den Fluss Teviot. Verletzt wurde niemand.

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130 000 Haushalt in Frankreich ohne Strom

Am Montag galten landesweit noch etwa 75 Hochwasserwarnungen. Der Flug-, Fähr- und Zugbetrieb in Großbritannien war noch immer gestört. Einige Schiffe nahmen im Ärmelkanal den Fährbetrieb wieder auf, nachdem er am Sonntag eingestellt worden war.

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Dank des Rückenwinds überquerte erstmals seit Jahren ein Passagierflugzeug den Atlantik in weniger als fünf Stunden. Die British-Airways-Maschine landete am Sonntagmorgen auf dem Londoner Flughafen Heathrow. Sie war vier Stunden und 56 Minuten zuvor vom New Yorker Flughafen John F. Kennedy gestartet. Geplant war eine 102 Minuten längere Flugzeit.

In Frankreich waren von der Bretagne über die Normandie bis in den Norden bis zu 130 000 Haushalte ohne Strom. Auf der A2 nach Belgien kippte der Sturm einen Lastwagen auf die Seite. Auf der Mittelmeerinsel Korsika wurden am Montag Böen mit einer Spitzen-Windgeschwindigkeit bis zu 200 Kilometern pro Stunde erwartet.

Sturmtief wird in Deutschland "Sabine" genannt

In Tschechien sorgte der Sturm Polizeiangaben zufolge vermutlich für einen Autounfall, bei dem ein Mensch getötet wurde. Ermittler gingen davon aus, dass ein Baum auf das Fahrzeug gestürzt sei. In Tschechien waren gemäß Angaben des Unternehmens CEZ 290 000 Haushalte ohne Strom. Auf dem Internationalen Flughafen von Prag wurden mindestens sieben Flüge gestrichen. Eine Maschine von Qatar Airways wurde am Montag nach Wien umgeleitet, nachdem den Piloten eine Landung in Prag nicht gelungen war. Dutzende Bahnstrecken waren wegen umgestürzter Bäume blockiert.

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Wegen des in Deutschland "Sabine" genannten Sturmtiefs wurde auch hier der Bahn- und Flugverkehr zeitweise eingestellt. Am Montag blieben vielerorts Schulen geschlossen. In Nordbayern waren am frühen Montagmorgen rund 50 000 Haushalte ohne Strom.

RND/AP

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