Mindestens 30 Tote nach Initiationsritualen in Südafrika

  • 30 Jugendliche sind nach Initiationsritualen in Südafrika an Dehydrierung und Blutvergiftung gestorben.
  • Weitere 80 wurden in Krankenhäuser gebracht.
  • Die Jungen sollten nach einer Beschneidung eine Zeit der Abgeschiedenheit im ländlichen Busch verbringen.
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Johannesburg. Mindestens 30 junge Männer sind in der südafrikanischen Provinz Ostkap während der diesjährigen traditionellen Initiationszeit gestorben. Weitere 80 wurden in Krankenhäuser gebracht, wie das Haus der traditionellen Führer der Provinz im Südosten des Landes am Sonntag mitteilte.

Die jungen Männer seien nach der Beschneidung an Dehydrierung und Blutvergiftung gestorben, weil „die Wunden nicht richtig verbunden wurden“, sagte ein Sprecher des Hauses, Nkosi Langa Mavuso, dem TV-Sender eNCA. Nach der Beschneidung, die von einem traditionellen Chirurgen durchgeführt wird, sollen die Jungen eine Zeit der Abgeschiedenheit im ländlichen Busch verbringen. Dort werden viele von ihnen nicht richtig versorgt, wie Mavuso erklärte.

Das Land befindet sich fast in der Mitte seiner sommerlichen „Ulwaluko“-Saison, in der sich Tausende von Jungen ab 16 Jahren der traditionellen Beschneidung und den damit verbundenen Ritualen unterziehen, die den Übergang von der Kindheit zum Erwachsensein markieren.

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70.000 Jungen für Initiationsritus angemeldet

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Der Generalsekretär des Kongresses der traditionellen Führer Südafrikas, Zolani Mkiva, sagte eNCA, es müsse etwas Drastisches getan werden, um diese jedes Jahr auftretenden unnötigen Todesfälle zu verhindern. Der Premierminister von Ostkap, Oscar Mabuyane, erklärte, die meisten Todesfälle seien in illegalen Initiationsschulen aufgetreten. Wenn die Verfahren korrekt durchgeführt worden seien, würden die Jugendlichen nicht sterben. „Diese Schulen tragen nicht dazu bei, unsere Traditionen zu bewahren“, sagte er.

In diesem Jahr hatten sich etwa 70.000 Jungen für den Initiationsritus angemeldet. Die Praxis war von März 2020 bis Juni 2021 wegen der Beschränkungen in der Corona-Pandemie ausgesetzt worden.

RND/dpa

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