Milka muss seinen Schoko-Osterhasen ändern

  • Die Firma Milka muss die Verpackung ihres Schoko-Osterhasens überarbeiten.
  • Das Landgericht in Bremen gab einer Klage der Verbraucherzentrale recht, die bemängelt hatte, dass die Zutatenliste kaum erkennbar sei.
  • Falls der Lebensmittelkonzerns Mondelez, zu dem Milka gehört, dem Urteil nicht folgt, könnte das eine sechsstellige Strafe nach sich ziehen.
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Hamburg. Der Milka-Schokohase des Lebensmittelkonzerns Mondelez muss künftig in einer abgewandelten Verpackung im Supermarktregal stehen. Das Bremer Landgericht gab einer Klage der Verbraucherschutzzentrale recht, wonach die Zutatenliste schlecht lesbar sei, weil sie in lilafarbener Schrift auf lilafarbenem Grund abgedruckt wird.

Zutatenliste muss „gut lesbar“ sein

„Wer wirklich herausfinden wollte, welche Zutaten im Schmunzelhasen von Milka stecken, brauchte verdammt gute Augen“, sagte Armin Valet von der Verbraucherzentrale Hamburg. „Die Buchstaben waren ohnehin schon winzig klein, durch den fehlenden Kontrast jedoch konnte man den Text kaum entschlüsseln.“ Falten in der Folie und Spiegelungen würden das Erkennen der Wörter zusätzlich erschweren.

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Der Lebensmittelinformationsverordnung zufolge muss die Zutatenliste „an einer gut sichtbaren Stelle deutlich, gut lesbar“ aufgedruckt sein, heißt es seitens der Verbraucherschutzzentrale.

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Das Unternehmen Mondelez Deutschland GmbH muss nun im kommenden Jahr die Verpackung ändern – das werde die Verbraucherzentrale prüfen. Falls Mondelez sich nicht an das Urteil hält, könnte den Angaben zufolge eine Strafe von bis zu 250.000 Euro auf die Firma zukommen.

RND/am

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