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Mexiko: Bewaffnete entführen 22 Migranten aus Hotel und lassen sie dann wieder frei

  • Erst beschädigen sie die Hotelzimmer, dann entführen sie 22 Migranten und Migrantinnen.
  • In Mexiko soll es zu einem Übergriff von Bewaffneten gekommen sein.
  • Später wurden mehrere der Entführten dann in einer unbewohnten Gegend gefunden, wo sie offenbar wieder freigelassen wurden.
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Matehuala. 22 Migranten sind aus einem Hotel in Mexiko entführt und offenbar wieder freigelassen worden. Sie wurden am Dienstag am Straßenrand einer unbewohnten Gegend gefunden, nachdem sie am frühen Morgen (Ortszeit) verschleppt worden waren, wie die Generalstaatsanwaltschaft des zentralmexikanischen Bundesstaates San Luis Potosí mitteilte. Bewaffnete Männer seien nach Zeugenaussagen in drei Transportern zum Zeitpunkt eines Schichtwechsels vor dem Hotel in der Stadt Matehuala vorgefahren, hatten Schäden in den Zimmern angerichtet und die 22 Gäste mitgenommen.

Später wurde die Polizei demnach auf 16 Mexikaner aufmerksam, die angaben, von Bewaffneten aus demselben Hotel verschleppt und vor einem Geschäft ausgesetzt worden zu sein. Diese hätten Hinweise zu den entführten Ausländern gegeben. Deren Nationalitäten würden noch überprüft, es seien Haitianer und Kubaner dabei. Unter ihnen seien drei Minderjährige und eine Schwangere. Es gab zunächst keine Angaben darüber, wie sie frei gekommen waren.

Mexiko ist ein Durchgangsland für Zehntausende Migranten

Mexiko ist ein Durchgangsland für Zehntausende Migranten, die jeden Monat versuchen, auf dem Landweg in die USA einzuwandern - die meisten von ihnen stammen aus Mittelamerika, manche aber auch aus anderen Krisenländern der Region oder aus Afrika.

Häufig werden sie Opfer krimineller Gruppen, die unter anderem Migranten entführen, um von deren Angehörigen Lösegeld zu fordern. Mexiko setzt Soldaten ein, um Migranten lange vor Erreichen der US-Grenze aufzuhalten. Derzeit stecken in der südmexikanischen Stadt Tapachula, nahe der Grenze mit Guatemala, Tausende Menschen zum Teil seit Monaten fest, weil ihnen die Weiterreise verwehrt wird.

RND/dpa

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