Mehrere Tote nach heftigen Regenfällen in Spanien

  • Bei einem heftigen Regensturm im Südosten Spaniens sind mehrere Menschen gestorben.
  • Ein Autofahrer war mit seinem Wagen in einen überfluteten Tunnel gefahren und gestorben.
  • Andere Autofahrer konnte die Feuerwehr retten.
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Valencia. Ein heftiger Regensturm ist am Donnerstag über den Südosten Spaniens gezogen. Dabei kamen mehrere Menschen ums Leben.

Der regionale Notfalldienst teilte der Nachrichtenagentur Europa Press zufolge mit, eine 51-jährige Frau und ihr 61-jähriger Bruder seien in einem überschlagenen Auto tot gefunden worden, das in Caudete von der Flut weggespült worden sei. Die Feuerwehr von Valencia teilte bei Twitter mit, Rettungsmannschaften hätten drei Personen aus einem Fluss gezogen. Unter ihnen waren gemäß Europa Press ein 57-jähriger Mann und sein 33-jähriger Sohn.

Das Rathaus der Stadt Alicante an der Mittelmeerküste teilte am Freitag ein weiteres Todesopfer mit. Ein Mensch habe in einem Auto festgesessen, das am Freitagmorgen in einen überfluteten Tunnel gefahren sei.

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Zwei Tote nach Unwettern in Spanien
0:30 min
Bei sintflutartigen Regenfällen im Südosten Spaniens sind in der Nacht auf Donnerstag zwei Menschen ums Leben gekommen.  © AFP

Menschen aus Fahrzeug gerettet

Der spanische Sender TVE berichtete, die Polizei habe zwei weitere Insassen in dem Fahrzeug retten können. Am Donnerstag hatte der Rettungsdienst eine 51-jährige Frau und ihren 61-jährigen Bruder tot in einem überschlagenen Auto gefunden.

Der spanische Wetterdienst AEMET betrachtet die Region weiter als "extrem gefährdet" durch heftige Regenfälle. Die örtlichen Behörden haben Bewohner aufgerufen, auf das Auto fahren zu verzichten, und Schulen geschlossen.

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In Ontinyent, südlich von Valencia, habe es den meisten Regen seit Beginn der Aufzeichnung dort gegeben, gab Bürgermeister Jorge Rodríguez bekannt. Dort trat der Fluss Clariano am Mittwochabend über die Ufer und schwemmte Autos von den Straßen. An den Häusern am Ufer erreichte das Wasser die Oberkante der Eingangstüren.

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Brücke aus dem 16. Jahrhundert zerstört

Der Fluss stieg in der Gegend der Stadt Aielo de Malferit bei Valencia in zwei Stunden um neun Meter an und zerstörte eine Brücke aus dem 16. Jahrhundert, wie der Bürgermeister Juan Rafael Espí Europa Press sagte.

Aufgrund geschlossener Straßen und Zugstrecken war der Verkehr beeinträchtigt. Bäume und Zäune wurden zu Fall gebracht. Ein Minitornado wurde gemeldet. In Albacete südwestlich von Valencia wurden gemäß Mittelung gegenüber Europa Press 13 Personen aus Autos oder von den Dächern von Gebäuden gerettet.

RND/AP/msc