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Mehr als 40 Corona-Infizierte nach Gottesdienst: Keine Listen für Besucher

  • Bei einem Gottesdienst in einer Frankfurter Baptistengemeinde infizieren sich Besucher mit dem Corona-Virus.
  • Inzwischen steht fest: Mehr als 40 Menschen sind betroffen.
  • Vorkehrungen, die etwa für Restaurants gelten, gibt es bei Gottesdiensten nicht.
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Frankfurt. Nach einem Gottesdienst in einer Kirchengemeinde der Baptisten in Frankfurt haben sich mehr als 40 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Das teilte der Leiter des Gesundheitsamtes der Stadt Frankfurt, René Gottschalk, am Samstag mit. "Die weitaus meisten sind nicht sonderlich krank. Nach unserem Kenntnisstand ist auch nur eine Person in einem Krankenhaus." Der stellvertretende Vereinsvorsitzende der Gemeinde der Evangeliums-Christen-Baptisten, Wladimir Pritzkau, war davon ausgegangen, dass sechs Betroffene in Krankenhäusern sind.

Die Stadt Hanau teilte mit, dass nach Informationen des Main-Kinzig-Kreises sich im Zusammenhang mit dem Gottesdienst "mindestens 16 Personen aus Hanau mit dem Corona-Virus infiziert haben". Deshalb hätten der Landkreis und die Stadt ein für Sonntag geplantes Fastengebet von Muslimen im Hanauer Herbert-Dröse-Stadion abgesagt. Die Veranstaltung wäre mit Blick auf die Geschehnisse in Frankfurt unverantwortlich.

Anders als etwa in der Gastronomie sei eine Registrierung der Besucher mit Namen und Adresse keine Pflicht. Nur das Abstandsgebot und die Hygieneregeln müssten eingehalten werden. Es gebe keine Richtlinien zur Teilnehmerzahl. „Es gab keine Verletzung einer Rechtsverordnung“, stellte der stellvertretende Leiter des Frankfurter Gesundheitsamts, Antoni Walczok, klar.

RND/dpa/epd

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