Mehr als 100 Tote bei brutalen Überfallen auf Dörfer in Nigeria

  • Bei zwei brutalen Überfallen auf Gemeinden in Nigeria sind rund 120 Menschen ermordet worden, weitere Menschen werden noch vermisst.
  • Die Angreifer hatten auch in beiden Fällen mehrere Hundert Rinder entwendet.
  • Wer hinter den grausamen Attacken steckt, ist noch unbekannt.
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Lagos. Bei brutalen Überfällen auf Dörfer im Norden des westafrikanischen Staats Nigeria haben Angreifer mehr als 100 Menschen getötet. In die nordöstlich gelegene Gemeinde Foduma Kolomaiya drangen sie nach Augenzeugenberichten mit Autos und Motorrädern ein und griffen die Bewohner an. “Wir haben 69 Leichen gezählt, aber die Bilanz könnte noch höher liegen, da noch einige Bewohner vermisst werden”, sagte Rabiu Isa vom Zivilschutz am Mittwoch. Nach Angaben eines anderen Augenzeugen raubten die Angreifer gut 1000 Rinder. Zudem gingen bei der Attacke am Vortag zahlreiche Wohngebäude in Flammen auf.

Der zweite Angriff richtete sich gegen mehrere Gemeinden im Bundesstaat Katsina. Während sich die Polizei zunächst nicht äußerte, sprachen unabhängige TV-Stationen von etwa 50 Toten. Auch dabei wurden zahlreiche Rinder geraubt. Wer für die Tat verantwortlich ist, war zunächst nicht eindeutig zu klären. Im Zentrum und im Norden Nigerias kommt es immer wieder zu Angriffen von Banditen, die Dörfer plündern und Menschen entführen. Im Nordosten des Landes dagegen ereignen sich oft Anschläge und Angriffe von Terrorgruppen wie Boko Haram.

RND/dpa

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