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Medizinstudierende in Dresden von Polizei eingekesselt: Spendenaufruf hat große Resonanz

Medizinstudierende haben sich in Dresden schützend vor das Universitätsklinikum gestellt, das am Donnerstagabend Ziel eines Protestes gegen die Corona-Maßnahmen werden sollte. Nun drohen ihnen möglicherweise Bußgelder.

Sie hatten sich mit Plakaten schützend vor das Universitätsklinikum Dresden gestellt, nun drohen ihnen möglicherweise Bußgelder: 22 Medizinstudierende gerieten während einer Demonstration von Corona-Leugnern am Donnerstag ins Visier der Polizei. Sie sehen sich nun mit Ordnungs­widrigkeits­verfahren konfrontiert, weil auch sie gegen Sachsens Corona-Notfall­verordnung verstießen.

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Der Fachschaftsrat Medizin/Zahnmedizin der Technischen Universität Dresden hatte deshalb zu einer Spendenaktion aufgerufen, die Resonanz ist überwältigend. Wie die „Dresdner Neuen Nachrichten“ berichten, kamen dabei bis Sonntag mehr als 16.000 Euro zusammen. „Wir halten es für indiskutabel, dass den an der Protestaktion Beteiligten für ihre Zivilcourage ein finanzieller Schaden entsteht. Unser erklärtes Ziel ist es, eventuell anfallende Bußgelder zu decken“, schildert die Vertretung das Motiv.

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Regierungschef lobte Studierende

Die ganze Aktion hatte ein großes Medienecho hervorgerufen, auch Politiker schlugen sich auf die Seite der Studentinnen und Studenten. Regierungschef Michael Kretschmer äußerte sich lobend auf Twitter: „Ein klares und wichtiges Statement der Studierenden der @Medizin_TUD“, schrieb der CDU-Politiker am Freitag und setzte ein „Danke!“ dahinter. Dazu postete er ein Bild der Aktion von Donnerstag­abend. Die angehenden Mediziner erlebten täglich, „dass nicht Maßnahmen gegen das Virus das Problem sind, sondern das Virus selbst“, schrieb Kretschmer. Dazu setzte er unter anderem den Hashtag ImpfenStattSchimpfen – ein Spruch der Plakataktion.

Sachsens Innenminister Roland Wöller (CDU) kündigte an, den Kontakt zu den protestierenden Studenten zu suchen. Er versprach eine Prüfung des Falls im Ministerium. Ob die Studierenden nun wirklich Bußgelder zahlen müssen, ist noch nicht abschließend erklärt. Das Geld der Spendenaktion soll ansonsten einem wohltätigen Zwecken zugutekommen.

RND/lob mit dpa

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