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Massen-Gentest im Fall Claudia Ruf: Acht Männer verweigern die DNA-Probe

  • Im Missbrauchs- und Mordfall Claudia Ruf wird erneut ein Massen-Gentest durchgeführt.
  • Acht Männer haben sich der DNA-Probe bisher verweigert.
  • Drei von ihnen wurden per Gerichtsbeschluss anschließend dazu verpflichtet.
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Grevenbroich/Bonn. Beim Massen-Gentest im Mordfall Claudia Ruf haben bislang acht Männer die Abgabe einer freiwilligen DNA-Probe verweigert. Drei von ihnen seien bereits per Gerichtsbeschluss dazu verpflichtet worden, sagte ein Polizeisprecher am Montag in Bonn. Ihre Proben stimmten nicht mit der des Täters überein. Die "Bild"-Zeitung hatte zuerst berichtet.

Inzwischen sei die Zahl derer, die man um Abgabe einer Speichelprobe bitte, auf fast 2400 ausgeweitet worden. 1400 Proben seien bereits ausgewertet, 600 eingesammelt, aber noch nicht ausgewertet. "400 fehlen noch und die machen viel Arbeit", sagte der Polizeisprecher. Dabei handele es sich etwa um solche Personen, die an einen noch nicht bekannten Ort ins Ausland verzogen sind.

Claudia Ruf wurde 1996 missbraucht und umgebracht

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Die damals elfjährige Claudia Ruf war 1996 in ihrem Heimatort Grevenbroich-Hemmerden südwestlich von Düsseldorf entführt, sexuell missbraucht und umgebracht worden. Ihre Leiche wurde 70 Kilometer entfernt auf einem Feldweg in Euskirchen bei Bonn gefunden.

Die Suche nach dem Mörder war wieder aufgerollt worden, weil Profiler neue Ansätze bei dem Fall entdeckt hatten. Dies führte zum dritten Massen-Gentest in dem Mordfall. Von den Männern, die bereits tot sind, soll die DNA-Probe eines nahen Verwandten Gewissheit verschaffen.

RND/dpa

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