Massen-Gentest im Fall Claudia Ruf: 13 Speichelproben fehlen noch

  • Vor 23 Jahren wurde die damals elfjährige Claudia Ruf war 1996 in ihrem Heimatort Hemmerden entführt, sexuell missbraucht und umgebracht.
  • Jetzt hat die Polizei einen neuen Massen-Gentest gestartet.
  • Mehr als 1000 Männer haben bereits ihre Speichelprobe abgegeben, 13 stehen noch aus.
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Grevenbroich. Bei der ersten Phase des Massen-Gentests im Mordfall Claudia Ruf fehlt nur noch von 13 Männern eine Speichelprobe. "Die haben wir bislang nicht erreicht", sagte ein Polizeisprecher am Dienstag in Bonn. Vergangene Woche waren es noch 78 Männer. Weiterhin gebe es niemanden, der den Test ausdrücklich verweigere. 1010 von 1023 angeschriebenen Männern der ersten Phase haben somit bereits eine Speichelprobe abgegeben. 300 Proben seien bereits ausgewertet - "alle negativ".

Die zweite Phase habe bereits begonnen: Rund 900 Männer, die nicht mehr in Grevenbroich-Hemmerden leben, damals aber Bezüge dorthin hatten, sollen ebenfalls eine Speichelprobe abgeben.

Leiche wurde 70 Kilometer vom Wohnort entfernt gefunden

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Die damals elfjährige Claudia Ruf war 1996 in ihrem Heimatort Hemmerden entführt, sexuell missbraucht und umgebracht worden. Ihre Leiche wurde 70 Kilometer entfernt auf einem Feldweg in Euskirchen bei Bonn gefunden. Die Suche nach dem Mörder war kürzlich wieder aufgerollt worden, weil Profiler neue Ansätze bei dem Fall entdeckt hatten.

Dies mündete in den dritten Massen-Gentest in dem Mordfall, bei dem nun die DNA von 1900 Männern überprüft werden soll. Die ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY... ungelöst" widmet sich an diesem Mittwoch erneut dem Mord an der Schülerin. Bereits 1997 hatte das ZDF-Magazin über den Fall berichtet. Davon erhoffen sich die Ermittler weitere Hinweise aus der Bevölkerung.

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RND/dpa