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Maskenverweigerer: 17-jähriger Pizzabote verprügelt Frau in Aufzug

  • Die Hamburger Polizei ermittelt wegen Körperverletzung gegen einen 17-jährigen Pizzalieferanten.
  • Der Jugendliche soll eine Frau in einem Fahrstuhl brutal attackiert haben - weil sie ihn aufforderte, eine Maske zu tragen.
  • Das Unternehmen Domino's, für das der Lieferant arbeitete, hat sich inzwischen entschuldigt.
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Hamburg. Weil er in einem Aufzug trotz Aufforderung keine Maske tragen wollte, hat ein Pizzalieferant der Kette Domino’s eine 54-Jährige in Hamburg angegriffen. Der 17-Jährige war danach zunächst geflüchtet, aber später von der Polizei identifiziert worden, wie ein Polizeisprecher am Freitag mitteilte. Zuvor hatte die „Hamburger Morgenpost“ berichtet.

Der Mann hatte ohne Gesichtsmaske den Aufzug in einem Hochhaus im Stadtteil Harvestehude betreten, während die Frau sich darin befand. Sie forderte ihn auf, eine Maske aufzusetzen, er weigerte sich. Als sie ihm drohte, sich bei seinem Vorgesetzten zu beschweren und daraufhin ihr Handy zückte, um ihn zu fotografieren, schlug er ihr demnach mit der flachen Hand ins Gesicht. Zudem versuchte er, ihr das Handy aus der Hand zu schlagen. Anschließend habe er bei der Tat Anfang August weitere Male auf sie eingeschlagen - von zehn bis zwölf Schlägen berichtete das Opfer der „Morgenpost“. Sie habe Verletzungen im Gesicht und an den Oberarmen erlitten.

Domino’s entschuldigt sich

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Die Beamten konnten den Jugendlichen schließlich über den Pizzalieferdienst identifizieren. Gegen ihn sei in der Vergangenheit schon mehrfach wegen Körperverletzung ermittelt worden, sagte der Sprecher.

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Gegenüber der „Morgenpost“ entschuldigte sich Domino’s für den Angriff des Mitarbeiters: „Wir möchten betonen, dass es sich bei dem Geschilderten um einen Einzelfall handelt, für den wir uns im Namen von Domino’s in aller Form entschuldigen. Zu der Passantin suchen wir bereits den Kontakt und werden selbstverständlich für den entstandenen Schaden aufkommen.“ Für Fahrer gehöre das Tragen von Mund-Nase-Schutzmasken in geschlossenen Räumen, die Einhaltung des Mindestabstands, die kontaktlose Lieferung und das regelmäßige Desinfizieren von Händen und Oberflächen zum festen Systemstandard, betonte die Kette weiter.

RND/dpa/seb

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