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Maskenpflicht für Kleinkinder: Kieler Krankenhaus schlägt Wut und Hass entgegen

  • In einem Kieler Krankenhaus gelten seit Anfang Oktober strengere Regeln für Besucher, darunter auch eine Maskenpflicht für Kleinkinder.
  • Dem Klinikum schlägt daraufhin eine “Welle an Beleidigungen und Bedrohungen” in sozialen Medien entgegen.
  • Die Verantwortlichen gehen jetzt in die Offensive.
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Kiel. Um das Corona-Ansteckungsrisiko so gering wie möglich zu halten, hat das Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH) in Kiel eine generelle Maskenpflicht eingeführt. Diese gilt auch für Kleinkinder ab einem Jahr, und das sorgt für einen Sturm der Entrüstung, der auch die Verantwortlichen des Krankenhauses überrascht.

“Wir haben großes Verständnis für Fragen und Kritik an unserer neuen Besucherregelung und der damit verbundenen Maskenpflicht. Wir sind jedoch erschrocken über die Welle an Beleidigungen und Bedrohungen, die uns entgegengeschlagen sind”, schreibt das UKSH in einem am Donnerstag veröffentlichten Facebook-Post.

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Die neuen Regelungen und die generelle Maskenpflicht hatte das Klinikum kurz zuvor verkündet und entsprechende Hinweise auch in sozialen Medien veröffentlicht. Allein bei Instagram hätten ihrer Wut seitdem über 200 Nutzer Luft verschafft, bei Facebook seien es über 800 wuterfüllte Kommentare, berichten die “Kieler Nachrichten”.

Falschmeldungen, dass Kinder unter den Masken ersticken könnten

Neben Bedenken, dass Kleinkinder kein Verständnis für das Tragen von Masken hätten und diese nicht aufbehalten würden, finden sich auch offensichtlich falsche Behauptungen in den Kommentaren: “Leider kursieren Falschmeldungen, dass Kinder durch herkömmliche Gesichtsmasken ersticken oder Atemlähmungen erleiden könnten. Dies trifft nicht zu. Kohlenstoffdioxid-Moleküle sind viel zu klein, um von Alltagsmasken zurückgehalten werden zu können”, schreibt das UKSH bei Facebook. Ebenso wehrt sich das Krankenhaus gegen Behauptungen, Masken würden keinen Schutz bieten: “Aus dem Krankenhausbetrieb ist seit mehr als einem halben Jahrhundert belegt, dass ein Mund-Nasen-Schutz die Übertragung von Krankheitserregern aus den Atemwegen stark hemmt.”

Die generelle Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung hatte das UKSH mit dem Hinweis eingeführt, man wolle das Ansteckungsrisiko für Infektionserkrankungen auch zu Beginn der kühlen Jahreszeit möglichst gering halten.

RND/seb

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