Mann stürzt an Rügens Steilküste in den Tod - Wer ist das Opfer?

  • An der Kreideküste Rügens stürzen immer wieder Menschen in den Tod.
  • Unterhalb der Wissower Klinken wurde jetzt die Leiche eines unbekannten Mannes gefunden.
  • Die Identität des Toten ist bislang unklar.
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Sassnitz. Ein Mann ist an der Steilküste der Insel Rügen abgestürzt und ums Leben gekommen. Passanten hatten den Toten am Dienstagnachmittag am Fuß der Kreidefelsen auf Höhe der Wissower Klinken entdeckt. Höhenretter der Feuerwehr bargen die Leiche, wie die Polizei am Mittwoch mitteilte. Die Ermittler haben bisher keine Hinweise auf ein Fremdverschulden und gehen von einem Absturz aus. Das Verletzungsbild weise darauf hin, sagte ein Polizeisprecher in Stralsund.

Die Identität des Mannes war am Mittwochvormittag noch ungeklärt. Er habe keine Ausweispapiere bei sich gehabt, hieß es. Der Mann sei vermutlich zwischen 50 und 60 Jahren alt. Die Ermittlungen liefen.

Der Leiter des Nationalparkamts Jasmund auf Rügen, Ingolf Stodian, warnte davor, die ausgewiesenen Wanderwege in dem Schutzgebiet zu verlassen. Wer dies tue und zu dicht an die häufig unterhöhlte Abbruchkante der Steilküste herantrete, laufe Gefahr, abzustürzen. Auch sei der Boden nach den Regenfällen aufgeweicht und rutschig.

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Immer wieder stürzen Menschen ab

Jährlich würden zwei bis drei Menschen an der Kreideküste den Halt verlieren und abstürzen. Zudem sei es bei dem anhaltenden Sturm im Wald gefährlich. Morsche Äste drohten abzubrechen.

Die Jasmunder Kreideküste ist laut Nationalparkamt einer natürlichen Dynamik ausgesetzt. Die Felsformation der Wissower Klinken war im Februar 2005 ins Meer gestürzt. Zehntausende Kubikmeter Kreide waren damals abgebrochen, auch der einstige Wanderweg am Hochufer. Heute sind nur noch Reste übrig.

RND/dpa