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Mann nach Streit um nicht angeleinten Hund ermordet: Neun Jahre Haft

  • Wegen eines Streits um einen nicht angeleinten Hund rammt ein 34-Jähriger einem Familienvater ein Messer in die Schläfe - vor den Augen des 16 Jahre alten Sohnes des Opfers.
  • Jetzt gibt es ein Urteil in dem Fall aus Leipzig.
  • Der Angeklagte muss wegen Mordes neun Jahre ins Gefängnis.
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Leipzig. Für den tödlichen Streit um einen nicht angeleinten Hund in Leipzig muss ein 34-Jähriger neun Jahre ins Gefängnis. Das Landgericht Leipzig verurteilte den Mann am Dienstagabend wegen Mordes. Weil der Angeklagte laut psychiatrischem Gutachten wegen einer speziellen Form der depressiven Störung vermindert schuldfähig ist, reduzierte die 16. Strafkammer allerdings das Strafmaß.

Das Nichtanleinen eines Hundes sei vom Angeklagten mit einem Messer geregelt worden, begründete der Vorsitzende Richter Hans Weiß die Entscheidung. Das Mordmerkmal der Heimtücke sei erfüllt. „Sie haben sich im Dunkeln von hinten mit den Worten ‚Jetzt habe ich euch‘ ihren Opfern genähert“, betonte der Richter. Diese hätten nicht mit einem derartigen Angriff rechnen können.

Opfer und Täter, beide Deutsche, waren am Vormittag des 20. November mit ihren Hunden spazieren. Es kam zu einem ersten Streit, weil der 52-Jährige seinen Vierbeiner angeblich nicht angeleint hatte. Stunden später machte sich der Angeklagte laut Staatsanwaltschaft auf die Suche nach seinen Kontrahenten und entdeckte sie am Abend in der gleichen Gegend, dort kam es zu der folgenschweren Tat. Fünf Tage nach der Attacke erlag der Familienvater seinen schweren Kopfverletzungen.

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Angeklagter berief sich auf Notwehr

Der Angeklagte selbst hatte im Verfahren erklärt, dass er das Opfer in Notwehr erstochen habe, weil er von Vater und Sohn plötzlich angegriffen worden sei. Diese Version sei in der Beweisaufnahme nicht widerlegt worden, betonte die Verteidigerin des 34-Jährigen. Zudem habe sich ihr Mandant nach dem ersten Streit nachweislich um stationäre psychiatrische Hilfe bemüht und nicht in erster Linie Rachepläne geschmiedet. Sie plädierte auf Freispruch.

Die Entscheidung ist noch nicht rechtskräftig. Die Verteidigung kündigte an, das Urteil überprüfen zu wollen.

RND/dpa

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