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Deutscher mit Coronavirus infiziert? Untersuchung soll Klarheit bringen

  • Seit Freitag ist es nicht auszuschließen, dass es auch in Deutschland den ersten Fall der neuen Lungenkrankheit aus China gibt.
  • Bei einer Person aus Peine besteht der Verdacht auf das Coronavirus, berichtet die „Peiner Allgemeine Zeitung“.
  • Eine Untersuchung soll jetzt Klarheit bringen.
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In Peine in Niedersachsen wurde am Freitag ein Mann eingehend untersucht, bei dem sich kurzzeitig der Verdacht auf eine Ansteckung mit dem Coronavirus aus China ergeben hatte. Der Mann sei vor Kurzem aus China zurückgekehrt, berichtet die „Peiner Allgemeine Zeitung“.

Ein fiebriger Atemwegsinfekt eines heimgekehrten China-Reisenden hat am Freitag für erhöhte Alarmbereitschaft im Landkreis Peine gesorgt – es bestand die Befürchtung, der Mann könnte sich mit dem neuen Coronavirus infiziert haben. Nach Angaben von Landkreissprecher Fabian Laaß handelt es sich bei dem Patienten nicht um einen Verdachtsfall im Sinne der aktuellen Falldefinition einer Coronavirus-Infektion, die Weltgesundheitsorganisation und Robert-Koch-Institut erstellt haben. „Das heißt, diese Person hielt sich nicht direkt in dem ausgewiesenen Risikogebiet auf und hatte in China auch keinen Kontakt zu einem bestätigten Fall.“

Vorsichtshalber sei jedoch das Landesgesundheitsamt eingeschaltet worden. Die Behörde ordnete eine genauere Untersuchung des Erkrankten an, um auszuschließen, dass er sich womöglich doch angesteckt hat. Am Nachmittag stand fest, dass bei ihm Influenza-Viren nachgewiesen wurden. Der Test auf Coronaviren und andere Erreger dauere aber noch, Ergebnisse würden am Wochenende erwartet, sagte Laaß.

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Eine Sprecherin des Auswärtigen Amtes in Berlin hatte noch am Freitagvormittag alle China-Reisenden eindringlich aufgerufen, vor Reisen nach China die Sicherheitshinweise des Ministeriums genau zu lesen. Dort wird unter anderem empfohlen, Reisen in die vom Coronavirus betroffenen Gebiete möglichst zu verschieben.

Die Zahl der bestätigten Infektionen in China ist unterdessen auf fast 900 gestiegen, bisher sind 26 Menschen gestorben. In Europa ist bislang keine Infektion mit dem neuartigen Virus bestätigt. Nach Berichten der schottischen BBC gibt es inzwischen aber vier Verdachtsfälle in Schottland, die Symptome einer möglichen Coronavirus-Erkrankung aufwiesen. Die Betroffenen waren innerhalb der letzten zwei Wochen in Wuhan, dem Epizentrum des Ausbruchs. In Frankreich teilte die chinesische Botschaft mit, dass eine Frau mit entsprechenden Symptomen aus Wuhan zurückgekehrt sei.

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Angst vor Virus: Drastische Maßnahmen in China
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China versucht weiterhin die Ausbreitung des Virus zu verhindern. Besonders drastisch sind die Maßnahmen in der Provinz Hubei im Herzen Chinas.  © dpa

RND/seb