Mann in Hannover erschossen: Spezialkräfte stürmen Wohnung

  • In Hannover wird am Donnerstag mitten in der Innenstadt ein Mann erschossen.
  • Die Polizei ist weiter auf der Suche nach dem Täter und durchsucht noch am selben Abend eine Wohnung.
  • Keine 40 Kilometer weiter, in Celle, kommt es am Morgen ebenfalls zu tödlichen Schüssen.
0:57 min
In der Innenstadt von Hannover ist am Donnerstagmittag ein Mann erschossen worden. Zwischen zwei fahrenden Autos sei mindestens ein Schuss abgegeben worden, sagte ein Polizeisprecher. Zeugen berichteten von mehreren Schüssen. Der Wagen mit einem getroffenen Mann rollte aus und blieb an einem Verkehrsschild stehen.  © dpa
Anzeige
Anzeige

Hannover. In der Innenstadt von Hannover hat es am Donnerstag eine Auseinandersetzung zwischen den Insassen zweier Autos gegeben, bei der ein 30 Jahre alter Mann starb.

Nördlich der niedersächsischen Landeshauptstadt - in Langenhagen - stürmten Spezialkräfte am Abend noch eine Wohnung. Ein Polizeisprecher bestätigte einen Zusammenhang zwischen dem SEK-Einsatz und dem Toten aus der Innenstadt. Ob ein Verdächtiger gefasst wurde, wollte die Polizei aus ermittlungstaktischen Gründen aber zunächst nicht sagen. Die Tat ereignete sich nachmittags auf einer viel befahrenen Kreuzung. Aus einem Wagen heraus wurde mindestens ein Schuss abgegeben, wie die Polizei am Abend mitteilte. Der Fahrer des anderen Autos habe dann beschleunigt, die Kreuzung überquert und sei frontal gegen den Mast eines Verkehrsschildes geprallt. Wenig später brach ein 30 Jahre alter Insasse des Autos zusammen – und starb.

Sperrzone um Tatort eingerichtet

Anzeige

Die Polizei sperrte den Tatort weiträumig ab, was massive Staus in der Innenstadt bis in die Abendstunden verursachte. Auch zu Fuß kamen Anwohner nur mit Mühe in die Sperrzone hinein. Mitarbeiter der Spurensicherung untersuchten in weißen Schutzanzügen die Autos.

Anzeige

Tödliche Schüsse in Celle

Weniger als 40 Kilometer weiter, in Celle, kommt es am Donnerstag ebenfalls zu tödlichen Schüssen. Vor dem dortigen Amtsgericht hatte ein 78-Jähriger erst eine 49 Jahre alte Frau und dann sich selbst erschossen.

Anzeige

Die Schüsse am Amtsgericht Celle fielen morgens in der Nähe des Eingangs. Die Toten seien Beteiligte einer Mietsache gewesen, in der es um eine Räumungsklage ging, sagte der Direktors des Amtsgerichts Celle, Dieter-Philipp Klass. Der Mann sei Mieter, die Frau Vermieterin der Wohnung gewesen. Aus ihrer Sicht gab es Probleme mit der Miete - sie kündigte dem Mann und klagte auf Räumung. Zu der Tat kam es vor einem Termin zur Güteverhandlung.

RND/dpa

  • Laden Sie jetzt die RND-App herunter, aktivieren Sie Updates und wir benachrichtigen Sie laufend bei neuen Entwicklungen.

    Hier herunterladen