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Mann findet ausgesetzten Hund - mit rührender Botschaft

Kuala Lumpur. Er hatte gerade die Lebensmittel im Auto verstaut, als er einen hilflosen und verwirrten kleinen Hund auf den Straßen der malaysischen Stadt Ipoh herumlaufen sah. Zwischen den Autos, erschreckt, verstört. “Ich habe gehandelt, ohne nachzudenken und eine Entscheidung getroffen, ohne nachzudenken", schreibt Lionel Vytialingam Ende März, nur einen Tag nach dem Vorfall, auf seiner Facebook-Seite.

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Doch obwohl trotz des Lockdowns in Malaysia weniger auf den Straßen los war - zum Glück, wie Lionel Vytialingam schreibt -, war es gefährlich für das Tier, das durch das permanente Hupen noch mehr verstört wurde, und so folgte Vytialingam dem Hund mit dem Auto. Er hielt schließlich am Straßenrand - und hielt minutenlang Augenkontakt mit dem Hund.

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Ein Zettel am Halsband: “Bitte nimm mich mit, bitte hab mich lieb!"

Aber der Hund hatte sich nicht etwa von alleine verirrt - er war ausgesetzt worden! Denn Lionel Vytialingam fand einen am Computer verfassten Zettel am Halsband des Tieres befestigt. “Ich bin Siggy und er liebenswerteste Hund, den du jemals kennen lernen wirst. Meinem Herrchen tut es leid, dass er mich hier bei dir zurücklassen musste, aber er kann sich nicht mehr um mich kümmern”, stand auf dem Zettel. Zu den direkten Umständen erfuhr Vytialingam zwar nichts, aber über Siggy, ein fünf Jahre alter Goldendoole (Mischung aus Pudel und Golden Retriever) und auch ein paar Tricks kann.

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Dieser Zettel war an das Halsband des ausgesetzten Hundes befestigt.

Dieser Zettel war an das Halsband des ausgesetzten Hundes befestigt.

“Bitte nimm mich mit nach Hause, bitte hab mich lieb", heißt es zudem in der Nachricht. Und genau das tat Vytialingam schließlich auch: Er packte die völlig verfilzte Siggy ein und nahm sie mit nach Hause. Die Hundedame bekam etwas zu Fressen, ein Bad und eine neue Frisur. Das verfilzte Fell wurde abgeschnitten und Siggy machte es sich in einem Bettchen unter dem Sofa gemütlich.

“Siggy ist ein toller Hund, sehr lieb und ein bisschen verspielt”, sagt Vytialingam gegenüber dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). “Sie ist eine tolle Begleiterin für die Zeit der Isolation aufgrund von Corona.”

Beim Bruder ihres Retters findet Siggy ein neues Zuhause - nach Corona

Doch leider gab es da noch einen Mitbewohner, der den Einzug von Siggy gar nicht gut fand: Hund Sammo, ein Findelhund, der schon länger bei den Vytialingams lebt. Und deshalb musste für Siggy auch ein neuer Platz gefunden werden - doch zum Glück für die Hundedame ging das sehr schnell: Lionel Vytialingams Bruder wird sich um Siggy kümmern.

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“Mein Bruder lebt in einer anderen Stadt, daher hat er Siggy noch nicht kennengelernt. Aber nach dem Lockdown - wir wissen noch nicht, wann das sein wird - wird sie umziehen", sagt der Retter dem RND. Und das neue Herrchen ist auch virtuell schon begeistert vom Familienzuwachs: “Er fragt mich jeden Tag nach Fotos und Videos und sie nimmt auch an Video-Telefonaten teil", erzählt Vytialingam.

Mahnende Worte an Tierbesitzer: “Bitte setze dein Tier nicht einfach aus!”

Vytialingam hat die Geschichte auch öffentlich gemacht, weil er Menschen davor warnen möchte, sich einfach so ein Haustier zuzulegen. “Stellt sicher, dass ihr euch jahrelang um das Tier kümmern könnt”, schreibt er auf Facebook. “Und wenn du aus welchem Grund auch immer an den Punkt kommst, wo du dich nicht mehr kümmern kannst, BITTE setze dein Tier nicht einfach auf den Straßen aus. Frage nach Hilfe, frage das Internet oder frage Freude."

Für Siggy ging die Sache immerhin gut aus. Auf den Fotos, mit denen Vytialingam alle Interessierten auf Facebook auf dem aktuellen Stand hält, fühlt sich - ganz offensichtlich - der Pudel wohl.

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RND/Miriam Keilbach

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