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Mann besiegt Corona, verliert aber fast alle Finger: “Das könnte auch euch passieren”

  • 64 Tage lange kämpfte Gregg Garfield aus Kalifornien gegen das Coronavirus – und überlebte.
  • Allerdings bezahlte der 54-Jährige einen hohen Preis, verlor fast alle Finger.
  • Trotzdem bleibt er lebensfroh – und hat eine wichtige Botschaft an seine Mitmenschen.
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Gregg Garfield gilt als einer der ersten Corona-Patienten in Kalifornien, er infizierte sich bei einer Skireise in die italienischen Alpen im Februar. Nach Monaten des dramatischen Kampfes gegen das Virus wurde er aus dem Krankenhaus entlassen, doch Covid-19 hat Spuren hinterlassen: Fast alle Finger verlor er aufgrund schwerer Komplikationen – und trotzdem bleibt der 54-Jährige optimistisch und möchte ein mahnendes Beispiel sein: “Ich bin hier, um euch allen zu sagen: Das könnte auch euch passieren”, so Garfield im Fernsehmagazin “Inside Edition”.

Gerade einmal eine einprozentige Überlebenschance gaben Ärzte dem Corona-Patienten zwischenzeitlich. “Aus medizinischer Sicht sollte ich nicht mehr hier sein”, sagte Garfield dem Sender KTLA. Eine Bakterieninfektion, Nierenversagen, Leberversagen, Lungenembolie und Lungenrisse – während seines 64-tägigen Aufenthalts in einem Krankenhaus in Burbank ereilte ihn ein Schicksalsschlag nach dem anderen, rund die Hälfte der Zeit war er an eine Beatmungsmaschine angeschlossen.

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Doch Garfield kämpfte um sein Leben, die Ärzte kämpften um sein Leben und seine Freundin A. J. Johnson stand ihm während der Zeit zur Seite: „Wir feierten die kleinen Erfolge, wenn die Einstellung des Beatmungsgeräts angepasst wurde und er selbst ein bisschen mehr atmete.“

Unter Applaus aus dem Krankenhaus entlassen

Schließlich konnte Gregg Garfield das Krankenhaus im Mai verlassen, unter dem Applaus anderer Patienten und des Krankenhauspersonals – Videos davon verbreiteten sich in sozialen Medien. Allerdings mussten zuvor alle Finger an seiner rechten Hand und die meisten an seiner linken amputiert werden.

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“Ich habe das überlebt und es geht mir fantastisch”, sagte Garfield jetzt, fast drei Monate später, dem Magazin “People”. “Allerdings werden meine Hände nie mehr dieselben sein. Ich habe keine Finger mehr.”

Sein Wunsch: Menschen in den USA und besonders in Kalifornien, wo Corona-Fälle neue Rekordstände erreicht haben, sollten vorsichtig sein und Masken tragen. “Denn Corona kann jeden treffen.”

RND/seb

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