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„Mama, der Zug brennt“: Dreijährige verhindert Großbrand an Bahnstrecke

  • Gyda aus Mecklenburg-Vorpommern hat durch ihre Beharrlichkeit wahrscheinlich einen Großbrand an der Bahnstrecke Ribnitz-Damgarten-Stralsund verhindert.
  • Beim Spielen in ihrem Baumhaus entdeckte das Mädchen ein Feuer.
  • Für die Feuerwehr ist das aufmerksame Kind eine kleine Heldin.
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Diesen Tag in ihrem Leben wird die Dreijährige so schnell wohl nicht vergessen – und wenn doch, dann erinnern sich zumindest viele andere an den 25. April. An dem Sonntag ist Gyda Härting aus der Gemeinde Trinwillershagen (Mecklenburg-Vorpommern) zur Heldin geworden, wie die „Ostsee-Zeitung“ (OZ) berichtet. Die Kleine habe wohl einen Großbrand an der Bahnstrecke Ribnitz-Damgarten-Stralsund verhindert.

Gyda bleibt behaarlich

Dabei fing der Tag ganz normal an. Das Mädchen spielte im elterlichen Garten in ihrem Baumhaus. Bis sie etwas entdeckte, das ihre ganze Aufmerksamkeit forderte. „Mama, der Zug brennt“, rief sie nach Angaben der „OZ“ ihrer Mutter Nicole Härting zu. Diese habe ihre Tochter zunächst nicht ernst genommen. Doch Gyda blieb behaarlich, rief immer wieder.

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„Ich bin dann doch gucken gegangen“, erzählt die Mutter der Zeitung. Und tatsächlich habe sie ein Feuer nahe dem Bahngleis und dem dortigen Bahnübergang gesehen. Es war allerdings kein Zug, der brannte, sondern der Bahndamm. Das Feuer habe sich ziemlich schnell ausgebreitet, erklärt auch der Vater, der die Feuerwehr informierte.

Für die Zeit der Löscharbeiten musste der Zugverkehr eingestellt und der Stromfluss in den Oberleitungen unterbrochen werden. Bei der Freiwilligen Feuerwehr der Gemeinde Trinwillershagen ist man schwer beeindruckt von dem Verhalten der Dreijährigen, wie Wehrführer René Jonas gegenüber der „OZ“ unterstreicht. „Wir möchten uns bei unserer kleinen Heldin und der gesamten Familie Härting für das vorbildliche Verhalten bedanken“, sagt er demnach.

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Allzu oft würden in Funk und Fernsehen nur die großen Helden, die Herausragendes geleistet haben, gefeiert. „Es ist oftmals gar nicht notwendig, große Taten zu vollbringen, um ein Held zu sein. Es reicht aus, einfach aufmerksam die Umgebung im Auge zu behalten“, so Jonas.

Berufswunsch? Feuerwehrfrau!

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Die Arbeit der Männer und Frauen von der Feuerwehr hat sich die kleine Gyda übrigens ganz genau angeschaut. Und ihr Berufswunsch ist jetzt klar: „Ich möchte Feuerwehrfrau werden“, sagte sie der „OZ“ und zeigte dabei ihr neues Feuerwehrfahrzeug und die silberne Medaille mit dem Feuerwehrlogo.

RND/hma

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