Nach Massenansteckung von Schülern: Mallorca will keine Rabauken

  • Die Urlaubsinsel Mallorca richtet eine klare Warnung an Touristinnen und Touristen.
  • Wer sich danebenbenehme, solle lieber gleich nach Hause fahren, so die Regionalregierungschefin Francina Armengol.
  • Zuvor hatten sich rund tausend Schülerinnen und Schülern bei Abifahrten mit dem Coronavirus infiziert.
Anzeige
Anzeige

Palma. Mallorca hat nach der Ansteckung von rund tausend spanischen Schülerinnen und Schülern mit dem Coronavirus bei Abiturfahrten eine klare Warnung an alle Besucher gerichtet. Wer sich danebenbenehmen und damit die Gesundheit und die Wirtschaft auf den Inseln gefährden wolle, solle lieber gleich zu Hause bleiben, sagte Regionalregierungschefin Francina Armengol.

„Wer unsere Inseln besucht, muss sich ebenso verantwortungsvoll verhalten, wie das die Einheimischen tun“, wurde sie am Dienstag von der „Mallorca Zeitung“ zitiert. Junge Leute hatten sich mutmaßlich auf einer Fähre sowie bei Partys in Hotelzimmern und an Stränden sowie einem Konzert in der Stierkampfarena von Palma angesteckt, schrieb die Zeitung „El País“.

Zuvor hatte die Inselgruppe der Balearen, zu denen neben Mallorca auch Ibiza, Menorca und Formentera gehören, bereits die Einreiseregeln für größere Gruppenreisen verschärft. Die Teilnehmer organisierter Gruppenreisen ab 20 Teilnehmern müssen künftig einen negativen PCR-Test vorlegen oder einen vollständigen Impfschutz nachweisen. Zudem sollen Clubs und andere Veranstaltungsorte strenger kontrolliert und fliegende Händler, die Partys im Freien nach der Sperrstunde ab 2.00 Uhr mit Alkohol versorgen, bekämpft werden.

Anzeige

Delta-Variante in Spanien auf dem Vormarsch

Anzeige

Die Corona-Zahlen waren in Spanien lange rückläufig. Seit einigen Tagen steigen sie allerdings wieder. Am Montag durchbrach die Sieben-Tage-Inzidenz wieder die Marke von 50. Für die Balearen nannte das Gesundheitsministerium in Madrid einen Wert von 47,7. Ab einem Wert von 50 geht Deutschland davon aus, dass es sich um ein Risikogebiet handelt.

Sorgen bereitet in Spanien auch die starke Ausbreitung der als besonders ansteckend geltenden Delta-Variante des Coronavirus im Nachbarland Portugal. Briten, wo die Delta-Variante bereits dominant ist, müssen deshalb bei der Einreise auf den Balearen einen negativen PCR-Test oder einen Nachweis über eine vollständige Impfung vorlegen.

Anzeige

Bewohnerinnen und Bewohner verschiedener EU-Länder, unter ihnen auch Deutschland, können hingegen weiter ohne Test einreisen. Der Grund dafür ist, dass diese Länder wegen niedriger Corona-Zahlen zurzeit nicht auf der Liste der Risikogebiete des spanischen Gesundheitsministeriums stehen.

RND/dpa

  • Laden Sie jetzt die RND-App herunter, aktivieren Sie Updates und wir benachrichtigen Sie laufend bei neuen Entwicklungen.

    Hier herunterladen