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Zehn-Punkte-Plan

Kleiderordnung, Drogen, Tattoos: „Ballermann“-Lokale verpflichten sich zu Benimmregeln

Die deutsche Sängerin Mia Julia bei einem Auftritt im Bierkönig. (Archivfoto)

Die deutsche Sängerin Mia Julia bei einem Auftritt im Bierkönig. (Archivfoto)

Palma. Die Reaktivierung des Tourismus nach zwei Pandemie-Jahren soll auf Mallorca auch am berüchtigten „Ballermann“ in geordneten Bahnen verlaufen. Zahlreiche Gastronomen und andere Unternehmer der Partymeile der spanischen Urlaubsinsel unterzeichneten einen Verhaltenskodex, mit dem unter anderem dem berüchtigten „Sauftourismus“ Einhalt geboten werden soll, wie der für das Nachtleben zuständige Verband Abone am Freitag mitteilte.

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Zu den Unterzeichnern der Vereinbarung gehören die Betreiber von Kultlokalen der Playa wie Megapark und Bierkönig. Das Dokument listet zehn Punkte auf, die von der „Mallorca Zeitung“ als „Benimmregeln“ bezeichnet werden. Die Lokal-Betreiber wollen demnach nicht nur die von der Politik vorgegebenen Regeln einhalten. Sie wollen auch gegen übermäßigen Alkoholverzehr, gegen Rassismus, Gewalt und Drogenkonsum verstärkt vorgehen. Außerdem solle das Betreten von Räumlichkeiten nur mit Schuhen und T-Shirt oder Hemd erlaubt sein und bei Zugangskontrolle auf Tattoos mit Symbolen von Neonazigruppen oder Hassbotschaften geachtet werden.

Die Diskotheken wollen im Rahmen dieses Vorhabens auch stärker miteinander kommunizieren und zusammenarbeiten. Wer zum Beispiel in einer Kneipe Hausverbot erhält, soll nicht so einfach in die nächste Bar schlendern können. Auch soll ein direkter Draht zur Polizei eingerichtet werden, mit der man eng zusammenarbeiten will.

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Mallorca strebt einen Imagewandel an

Die Regionalregierung der Balearen strebt bereits seit einigen Jahren einen Imagewandel an. Man will vor allem an dem bei deutschen Urlaubern beliebten „Ballermann“, aber auch an der „Briten-Hochburg“ Magaluf die Qualität der touristischen Angebote steigern und die sogenannten „Saufurlauber“ verbannen. Das soll zwar nicht das Ende der Party auf Mallorca bedeuten. Aber das Feierpublikum soll beispielsweise nicht mehr in Badehose oder mit anstößiger Kleidung in die Diskotheken gelassen werden.

Rund um die Osterfeiertage wird der erste Besucheransturm erwartet. Party wie früher ist nach den aktuellen Corona-Regeln aber nicht erlaubt. Theoretisch muss beim Tanzen Maske getragen werden. Nur am Tisch darf gegessen und getrunken werden. Zuletzt wurden diese Maßnahmen aber nur noch lasch eingehalten.

Angesichts der hohen Impfquote und der sinkenden Corona-Zahlen ist es möglich, dass die Restriktionen bis zur Saison weiter gelockert werden. Die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen betrug auf den Balearen zuletzt 213. Dieser Wert liegt in Spanien landesweit bei 211. In Deutschland lag er am Freitag bei 1439.

RND/dpa/seb

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